Mittwoch, 18. Juli 2012

Küchenputz



Unsere Küche hat schon einiges erlebt. Als preiswerte Baumarktküche zog sie vor ca. 18 Jahren in unsere damalige kleine Mietwohnung ein. Sie zog dann auch mit ins Haus, weil es auf die Frage "Neue Küche oder größerer Garten?" für uns nur eine Antwort gab. Hier steht sie nun seit über 8 Jahren und müsste dringend erneuert werden.  Grundsätzlich kein Problem. Aber im Augenblick fehlt uns einfach Lust, Laune und Elan für so ein großes Projekt.

Dann las ich interessiert die schöne Buchvorstellung über entspanntes Wohnen bei der Raumfee und sah Ninas perfekt organisierte und aufgeräumte Abstellkammer. Zum neidisch werden! Dann gab es bei der Raumfee mal wieder wunderbare Inspiration im Time Warp. Katjas alte Küche sah dort so harmonisch und zeitlos schön aus - vieles mit ganz einfachen Mitteln selbst gemacht.

Als sich alle diese kleinen Fünkchen in meinem Kopf trafen war der Augenblick gekommen, in dem ich in meine Küche ging und als erstes die Zimmerür aushängte. Die soll sowieso gegen eine Schiebetür ausgetauscht werden. Gleich sah der Raum viel größer aus.

Und dann ging es los: es wurde geputzt, aus- um- und aufgeräumt, sortiert, dekoriert, repariert und umgehängt. Am nächsten Tag habe ich noch ein paar frische Geschirr- und Handtücher und passende Backhandschuhe und Topflappen gekauft. Außerdem fand ich einen schönen Spender für Geschirrspülmittel.



Jetzt sitze ich zufrieden in meiner Küche und freue mich über dieses "kleiner Aufwand - große Wirkung" Projekt. Habt Ihr auch Lust auf ein bisschen Veränderung ohne Renovierstress und größere Ausgaben?


Das habe ich gemacht:

1. Unnützes weg!

Nach der Zimmertür verschwand gleich der Kinderstuhl im Kinderzimmer. Unser Sohn benutzt ihn nicht mehr und er diente nur als Ablagefläche für Krimskrams. Schränke und Schubladen wurden kritisch überprüft, entrümpelt und gereinigt.
Dadurch fand sich sogar neuer Platz für viele Dinge von den Haken. Dort hängen jetzt nur noch die Sachen, die ich wirklich ständig brauche.
Die Galerie der vielen Putzmittel verschwand im Schrank unter der Spüle. Da war jetzt genügend Platz. Nur das Spülmittel durfte in den neuen Spender umziehen, der auch noch ein kleines Versteck für den Schwamm hat. Auf dem Ablagebord stehen nun meine Vorratsbehälter und machen damit die Arbeitsfläche freier.
Post und Werbung gehören nicht zwischen Haushaltsrolle und Frischhaltefolie. Weg damit.


2. Mehr Licht!

Die Deckenlampen habe ich auf Hochglanz poliert und defekte Glühbirnen ersetzt.
In meinem Fundus fand ich zwei Steckdosenlampen, die als kleine Lichtquellen für Atmosphäre und Licht in dunklen Ecken sorgen.
Die Gardinen habe ich etwas weiter auseinander gehängt. So ist der Fensterausschnitt größer und es kann mehr Licht hinein.





3. Mehr Ruhe und Struktur!

Das bunte Tassendurcheinander an der Hakenleiste verschwand. Dort hängt nur noch unsere kleine Sammlung Tassen mit Tiermotiven.
Hinter die Glastüren kamen nur die Teller, Schalen, Gläser, die ein ruhiges Bild abgeben. Auf den Schränken steht nichts mehr - außer meiner Rauchglassammlung, die aber auch immer in Benutzung ist.






Die dunkle Ecke hinter der Tür wurde aufgehellt mit einer kleinen Sammlung transparenter Vorratsgläser. Stück für Stück vom Recyclinghof.
Aus Leinen aus meinem Fundus habe ich eine Tischdecke genäht. Das Leinen passt farblich gut zu den neuen Geschirrtüchern und den Topflappen und verdeckt den arg ramponierten kleinen Tisch.





Das unruhige Klein-Klein an den beiden gegenüberliegenden Wänden wurde neu sortiert, ein etwas zerfledderter Wochenplaner zog aus. Ein großes Ölgemälde vom Recyclinghof bringt jetzt Ruhe für den Essplatz. Ich habe nur den Rahmen weiß gestrichen.
Auf der gegenüberliegenden Seite hängen gerahmte Fotos, ein paar selbstgemachte Erinnerungsstücke und mein Tablett. Rahmen, die noch nicht weiß waren, wurden frisch gestrichen. An die Haken dort hänge ich immer mal wieder kleine Dekoteile, Bilder, Postkarten, getrocknete Blumen etc.



So kann es jetzt die nächsten Monate bleiben - bis dann eine neue Küche ausgesucht wird.

Kommentare:

  1. Oh, Kirstin, ein Beitrag sehr sehr nach meinem Geschmack. Was sieht es toll aus, so schön strukturiert. Wunderbar.
    Allerdings kann man sich auch ausmalen, wie viel Arbeit drinsteckt.
    Super. Glückwunsch.
    Bestimmt freust Du Dich jetzt jedes Mal riesig, wenn Du in die Küche gehst, oder?
    Liebste Grüße von Nina

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  2. Gut gemacht! Manchmal sind es die kleinen Veränderungen, die eine große Wirkung haben.
    Liebe Grüße,
    Markus

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  3. Ich kann mich nur dem Markus anschließen: Was solch kleine Veränderungen so alles bewirken können - es müssen nicht immer große Sachen sein, damit man sich wohler fühlt. Sonnige Grüße und ein entspanntes leben/wohnen/kochen/essen in der neuen alten Küche. Sonnige Grüße Daniela

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  4. Ach, die ist toll geworden. Man braucht eben nicht immer gleich eine neue Küche, ein bisschen "makeover" reicht meist schon aus, um sich wieder wohl zu fühlen.
    Lass es dir gut gehen in der schönen Küche und sei ganz lieb gegrüßt,
    Dani

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  5. Da hast Du wirklich mit wenig Mitteln schon viel erreicht. Das Gemälde gefällt mir besonders.
    Wenn Die Küche noch eine Weile bleiben muss, dann könntest Du mit dem Lackieren der Fronten und neuen Griffen eine ganz andere Optik erreichen. Macht etwas Arbeit, aber Kosten sind sehr überschaubar. Bei mir steht das auch an, weil die Fronten nicht mehr schön sind.
    Der Ausblick in deinen Garten ist übrigens unbezahlbar schön - da schaut man auch nicht mehr auf die Küchenzeile.

    Lieber Gruß,
    Katja

    Woher hasst Du denn den genialen Spülispender mit Schwammhalter? Sowas könnte ich auch brauchen.

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    1. Der Spülispender ist von Butlers. Das war Liebe auf den ersten Blick.

      Ich habe auch lange überlegt, ob ich noch Zeit und Aufwand in das Lackieren der Fronten investiere. Aber der Zahn der Zeit hat schon ganz schön an der einen oder anderen Tür genagt. Und die E-Geräte sind halt wirklich erneuerungsbedürftig.

      LG, Kirstin

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  6. Manchmal kann man echt mit wenigen Mitteln viel erreichen! Richtig klasse geworden, vielleicht sollte ich auch mal...

    VG Bine

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  7. Das ist schon beflügelnd, wenn man nur bei anderen sieht, welche Veränderungen mit Einsatz und Ideenreichtum erreicht werden können. Bei uns ist reichlich anderes zu tun, eh es auch den Bädern und der original 45 jahre alten Küche an den Kragen geht. Viel Freude an der neuen alten Küche!

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  8. Oh ich gratuliere! Ich pflege da ein klägliches Verhältnis zu »meiner« Küche. Sie kommt mir nämlich nicht vor wie meine. Nun ja. Schön, dass du so viele Ideen hattes. Es wirkt alles hell und freundlich. Und so lässt es sich sicher gut aushalten, bis die neue Küche kommt. Was mit »meiner« passiert. Ufff ... ich schau dann mal drein wie alle Miesmuffel zusammen ;)

    Freut mich sehr, dass du heute Mut zum Muffeln hattest. Das muss mal sein. Sagt ja niemand, dass wir zu chronischen Permanentmuffeln werden wollen ;)

    Liebe Grüße . Tabea

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  9. welch wundervolle dokumentation. ich fühl mich total inspiriert!

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  10. Liebe Kirstin,

    vielen Dank für diesen Einblick in Euer Reich!
    Auf den Bildern sieht alles aus wie gemalt und gar nicht
    erneuerungsbedürftig :-)
    Ganz schöne freie Tage wünsche ich Euch! M.

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  11. Hut ab!! Das hat sich ja geloht! ;-)
    Da weiß ich ja, was ich noch vor mir habe. Das Tochterkind ist nun für 2 Woche weg und ich kann los legen! Ich habe ihr schon Veränderungen versprochen wenn sie wieder kommt und nun darf ich ja mein Wort nicht brechen!! Ein wenig Druck braucht der Mensch!! ;-)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Claudia

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  12. Das ist wirklich schön geworden.
    Wir haben auch eine Küche, mit der wir nicht so glücklich sind (Mitgekauft, weil gute Qualität, aber die Farbe ist so gar nicht unser Ding).
    Aber gerade daraus was zu machen finde ich besonders toll.

    Toller Blog übrigens!

    LG

    kleinodia

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  13. Das ist so schön geworden. So ein Projekt habe ich auch für die Ferien vor. Dauert ja nicht mehr lange.
    Bis dahin waltet hier leider der Wahnsinn. ;-(

    Liebe Grüße
    Nula

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  14. Liebe Kristin, das war ja ein echter Umgestaltungsanfall - aber ein ausserordentlich lohnenswerter! Ja, Struktur und Akzente.... und dieses Ölbild ist ein Glücksgriff, du liebe Zeit! Genieß deine Arbeit, es ist alles wunderschön geworden!
    Herzliche Grüße, von JULE

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  15. Habt ihr das so einfach mit der Schiebetür hingekriegt? Ich hatte mir damals mit meinem Mann den Kopf zerbrochen als wir eine Durchgangstür als Schiebetür machen wollten. Hatten dann noch paar nützliche Tipps im Internet erhalten. Find übrigens eure Dekoelemente himmlisch, hab schon seit einer Weile nicht emhr eine so schöne Küche gesehen, die auf die verschiednen Details achtet. Gruß Fride

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