Dienstag, 31. Dezember 2013

Jahresplanung


Ich liebe es, wenn vor dem Monatswechsel neue Ausgaben meiner Lieblingszeitschriften erscheinen. Am allerliebsten sind mir aber die Ausgaben, die kurz vor dem Jahreswechsel für den Januar erscheinen. Nach der Fülle der Weihnachtszeit findet man dort helle Farben, Blüten und Klarheit. Das ist es, was mein Herz und meine Augen jetzt brauchen.

Und da mein Mann den großen Silvestereinkauf übernommen hat und das Kind noch bei Oma ist, kann ich lesen, mich inspirieren lassen und Pläne schmieden für das neue Jahr. Ich werde mich auch hier auf meinem Blog nicht mit einem Jahresrückblick aufhalten.   Das Jahr 2013 war ein gutes Jahr -  gar keine Frage. Aber nun will ich voran schauen und bin voller Erwartungen, was das Jahr 2014 bringen wird.

Es ist eine heitere und luftige Vorfreude. 
Es ist,  als ob etwas Besonderes in der Luft liegt - noch schemenhaft und fragil. 
Es ist, als ob ich nur danach greifen müsste, um es zu erhaschen.
Es ist ein gutes Gefühl.

Ich danke Euch sehr für Eure Begleitung durch das Jahr 2013 und freue mich darauf, Euch alle im neuen Jahr wieder zu sehen.

Herzliche Grüße - Eure Kirstin.

Samstag, 28. Dezember 2013

Ein Rad im Wind



Ja. 
Ich bin noch da. 
Mir ist zum Ende des Jahres etwas die Puste ausgegangen.  Ein "kleines" Fotobuch, das eigentlich so ganz nebenbei gestaltet werden sollte, entpuppte sich als echtes Mammutprojekt und nahm unglaublich viel Zeit in Anspruch. (Notiz an mich: nächstes Jahr gibt es ein gerahmtes Foto!)

Aber nun kann mein kleines Rad wieder ganz gemütlich seine gewohnten Kreise ziehen.  Wir waren über die Feiertage bei meinen Eltern und Weihnachten war wieder ein bisschen wie früher.  Das tat gut...

Ich hoffe, auch Ihr hattet ein paar besinnliche Tage und konntet in der Weihnachtszeit etwas Ruhe finden. 


Ruhe und Entspannung findet man bei einem Blick in den Himmel - wie jeden Samstag bei der Raumfee. Herzliche Grüße nach Fürth, liebe Katja!


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Geschenktes verschenken


Weihnachten steht vor der Tür.  

Weihnachten bedeutet für die meisten von uns, Zeit mit der Familie zu verbringen. Es ist die Zeit der Lieder, Geschenke, Freude und glücklicher Kinder.  Wir alle wissen aber auch, dass nicht alle Kinder ihr Weihnachtsfest so verleben können, wie wir es uns für sie wünschen.

ThisIsWhatWeLove (TIWWL) - das Lifestyle Magazin von Deals.com und die Firma Baby-Markt.de haben in diesem Jahr eine Aktion gestartet, um hier ein wenig zu helfen. Es wurden Blogger eingeladen, die für 100,00 € Geschenke für Kinder einer Einrichtung ihrer Wahl  kaufen und sie zu den Kindern bringen durften.
Es ist mir eine sehr große Freude, dass ich bei dieser Aktion dabei sein darf.  

Ich musste auch nicht lange darüber nachdenken, welche Einrichtung ich hier in Bremen unterstützen möchte. Beruflich treffe ich fast täglich auf Frauen in Krisensituationen. Sehr häufig leben diese Frauen in einem der drei Frauenhäusern, die es in Bremen gibt. Und wo Frauen sind, sind natürlich auch deren Kinder.

Meine Wahl fiel daher auf das autonome Bremer Frauenhaus

Hier können bis zu 45 Frauen und Kinder leben, die Schutz vor Misshandlungen brauchen.  Sie finden Raum, um zur Ruhe zu kommen und eine neue Lebensperspektive für sich zu entwickeln. Sie finden außerdem fachkundige Hilfe bei den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses, die ihnen zur Seite stehen wenn es um z. B. um Behördengänge, Arztbesuche oder die Bewältigung des täglichen Lebens geht.  Die Frauen leben im Durchschnitt 3 bis 6 Monate in der Einrichtung und können danach meistens in eine eigene Wohnung ziehen, um ihr Leben künftig selbstbestimmt und gewaltfrei in die Hand zu nehmen. 

Für die kleineren Kinder wird im Frauenhaus in einem besonderen Mädchen- und Jungenbereich gesorgt. Auch bei ihnen geht es zunächst darum, zur Ruhe zu kommen, Vertrauen zu fassen und wieder Lebensfreude zu entwickeln.

Zu den Mitarbeiterinnen dieses Kindergartens hatte ich Kontakt aufgenommen, um zu erfragen, für welche Kinder Geschenke benötigt werden.  Wir haben uns dann in dieser Woche getroffen, um die Geschenke zu übergeben.  Wie sich herausstellte, hatte sich die Zusammensetzung der Kindergruppe seit unserem Telefonat schon wieder geändert. Täglich kann es sein, dass neue Bewohner ins Frauenhaus einziehen.  Nach dem derzeitigen Stand werden 12 Kinder Weihnachten im Frauenhaus verbringen.  

Ich hatte mich bereit erklärt, für 7 Kinder im Alter bis 4 Jahre etwas zu besorgen. Mein Mann und ich haben den ursprünglichen Betrag noch ein bisschen aufgestockt und nach dem Stöbern auf der Seite von Baby-Markt.de habe ich einige schöne Dinge gefunden. Sehr praktisch war der Geschenkefinder, bei dem man  Vorschläge für Jungen oder Mädchen eines bestimmten Alters bekommt.

Entschieden habe ich mich dann für folgende Geschenke:

Spiel-und Lernbus von VTech für Kinder ab 1 Jahr.  
Ein ähnliches Teil kurvte bei uns auch lange herum, machte Musik, lustige Geräusche, wurde nicht langweilig und war vor allem nicht kaputt zu kriegen.


Aufklapp-Spielbox mit Drachen und Rittern von Playmobil (5420)
dazu Vincelot - Rittermalbuch von Coppenrath mit dicken Buntstiften von Pelikan.
Kleine Jungs lieben Drachen. Das ist so eine Art Naturgesetz. Und wenn dann noch Ritter dazu kommen, finden das schon 3jährige richtig cool. Ebenso eine Art Naturgesetz ist es, dass Jungs häufig kleine Mal-Muffel sind.  Ich hoffe, dass man sie mit dem liebevoll gezeichneten Malbuch ein bisschen austricksen kann.  Denn Malen und Zeichnen ist nunmal die Vorübung zum Schreiben und darum auf für kleine Jungs richtig wichtig.


Baby-Puppe von Bayer-Design. 
2 kleine Mädchen warten auf ein Geschenk. Meine Schwester als erfahrene Mädchen-Mama sagte mir, dass ich für jedes Mädchen eine Puppe haben sollte. Sonst sind Tränen vorprogrammiert - schließlich will jede ein Baby haben. Das leuchtete mir ein und so habe ich die Puppe gleich zweimal bestellt.


Löwe Simba von Sigikid und dazu ein Wimmelbuch "Affentheater im Zoo" von Petra Fohrmann.
Wimmelbücher kann man nie genug haben!  Immer neue Dinge kann man entdecken und immer neue Wörter lernen. Und der süße Löwe passte einfach so toll dazu.


Geländewagen mit Tigern und Orang-Utans von Playmobil (5274).
Dieses Set von Playmobil hat alles was man braucht, um loszuspielen. Es ist richtig vielseitig ausgestattet.

Hase Semmel von Sigikid.
Ein Baby war zu beschenken und was bietet sich da an?  Ein Hase, ist doch ganz klar. Dieser ist wirklich richtig schnuffelig und am liebsten hätte ich ihn selbst behalten.


Das war eine große Tasche voller Geschenke und ich hoffe, dass sie den Kindern im Frauenhaus am 24.12. etwas Freude bereiten werden.  Danke an Baby-Markt.de und TIWWL für diese schöne Idee! Ich hoffe, dass ich auf diesem Weg viele Menschen erreichen kann um über das Frauenhaus zu berichten.

Das war also der praktische Teil meines Beitrags.

Der andere Teil ist der, dass mich das Gespräch mit den beiden Mitarbeiterinnen des Frauenhauses sehr bewegt hat. Ich kann mich nur ansatzweise in die Situation der Frauen versetzen, die mit wenigen Sachen und ihrem Kind auf dem Arm aus ihrem Zuhause fliehen müssen. 
Einige Episoden werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. So erzählten mir die beiden Frauen zum Beispiel, dass jedes Kind bei seinem Auszug einen Ableger von einem Geldbaum bekommt. Die Ableger werden von einer großen Pflanze genommen und die Kinder suchen sich selber schon lange vor dem Auszug in ihr neues Zuhause eine Pflanze aus. Oft suchen sie sich nicht einfach die größte und schönste Pflanze aus, sondern ganz bewusst eine ganz, ganz kleine Pflanze.  
 
Es gäbe so viel zu berichten und ganz sicher werde ich noch einmal darauf zurück kommen. Für heute kann ich mich nur bei allen bedanken, die bis hierher mitgelesen haben.  

Das Frauenhaus finanziert sich übrigens nur durch Spenden. Geld ist daher knapp und Spenden sehr willkommen. Auch eine Mitgliedschaft im Förderverein ist möglich. Wenn Ihr helfen wollt, findet Ihr alle Infos auf der Seite des Frauenhauses.

Liebe Bremer, es werden auch Sachspenden gerne angenommen. Angefangen über Kleidung für Frauen und Kinder, Haushaltsgegenstände für die Frauen, die ausziehen, Kinderwagen, Spielzeug. Einfach alles, was man braucht, um wieder ein Zuhause einzurichten.
Auch Möbel werden gern genommen, aber dazu bitte vorher anrufen, weil es keine Lagermöglichkeiten gibt.   

Ich wünsche den Frauen im Bremer Frauenhaus von ganzem Herzen ein Frohes Fest und ein friedvolles, glückliches Jahr 2014.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Überraschungspaket


Ich mag Scraps. Stoffreste. Schnipsel.
Und ich mag Überraschungspakete.
Schon am Samstag hatte ich hier geschrieben, dass ich immer mal wieder bei Dawanda und Ebay nach Paketen mit Stoffresten stöbere. Und heute zeige ich Euch das unglaublichste Paket, das ich je bei meiner Suche gefunden habe.  


Angeboten wurde ein Bananenkarton voller gemischter Stoffreste, von ganz kleinen Fitzelchen bis zu größeren Stücken.  Nicht alles Baumwollstoffe - aber immerhin ca. 80 %. Es sollten auch einige Retro-Kinderstoffreste dabei sein. Die ganze Kiste für 10 Cent (!!!!) plus Porto. Da ich im nächsten Jahr ein Stoffschnipsel-Projekt im Kindergarten machen möchte, kam mir diese Kiste gerade recht. Und schließlich mag ich ja Überraschungspakete. Ich war sehr (!) gespannt.


Was ich bekam, übertraf alle meine Erwartungen. Ein großer Bananenkarton vollgestopft mit lauter kunterbunten Stoffresten. Aber nicht nur das: es waren auch allerhand Kurzwaren dabei. Viele Knöpfe, Borten, Bänder, Taschenhenkel, ein Reißverschluss, halbfertige kleine Nähprojekte. 


Eine kleine Plastiktüte mit Bändern war aus Hawaii - die könnte ich mit anderen Tüten verschmelzen. Und wo wohl die Papageien herstammen? Diese Pappe bezogen mit Blümchenstoff  und Gummibändern sieht auch putzig aus, oder?!  



Ob das karierte Teil mal eine Schürze werden sollte? Und was hat es mit dieser weichen Schale auf sich? Lustig, spannend, inspirierend.  



Bei den Stoffen entdeckte ich immer mehr schöne Muster: Retro, Blumen, Punkte, Kinderstoffe. 


Und es waren tatsächlich auch ganz kleine Schnipselchen dabei. Ist der kleine Elefant nicht süß?



Ich kann Euch gar nicht alles zeigen - es war wie ein wunderbarer Flohmarktbummel. Nur das diesmal alles bei mir zu Hause in einer Kiste lag. Herrlich!

Und was mache ich jetzt damit? Ich werde alles sortieren, bügeln und weitere Quadrate (hier ist schon ein größerer Stapel) für einen großen Scrappy-Quilt zuschneiden. Im Kleinen hatte ich das  schon mal so ähnlich hier und hier genäht.
Sicher fallen auch einige Stücke für solche bunten Patchworkteile ab.  Mal schaun.

Die ganz kleinen Schnipsel kommen dann in eine Kiste, in der ich schon fleißig Schnipsel gesammelt habe. Damit dürfen die Kinder im Kindergarten etwas gestalten, was dann hoffentlich und mit etwas Glück am Ende des Kindergartenjahres auch eine Decke wird. (Fragt mich bitte noch nicht wie ;-). Das ist alles noch in der experimentellen Vorbereitungsphase...)

Beim Bestellen hatte ich gar nicht so genau geschaut, wer der Verkäufer ist. Erst später habe ich etwas genauer hingeschaut und dabei festgestellt, dass sie von der Nähmarie kam, die auch bei Dawanda ihre Shops hat.  An dieser Stelle noch mal ein dickes Dankeschön an dich, liebe Maria für diese einzigartige Kiste.

Jetzt habe ich so viel über Dinge geschrieben, die ich mag. Und darum gehe ich damit hinüber zu Frollein Pfau, die immer mittwochs ganz genau wissen möchte, was wir mögen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Weihnachtsquilt "O` Tinsel Tree"




Ich verrate Euch mal ein kleines, dunkles Geheimnis:  ich bin ständig auf der Suche Stoffresten. Bei Dawanda werden regelmäßig welche angeboten, auch bei Ebay habe ich immer mal wieder etwas günstig ersteigert.  Und wenn dann so ein kleines Päckchen mit bunten Schnipseln bei mir ankommt, bin ich einfach nur happy. Man kann herrlich damit spielen! Und seit ich das perfekte Quiltbuch für mich gefunden habe - Sunday Morning Quilts natürlich! - hat die Suche nach Scraps auch irgendwie  eine andere Berechtigung. 



Und falls es jemanden geben sollte, der das nicht nachvollziehen kann, der schaut doch bitte mal kurz rüber zu Amandajean und ihrem letzten Beitrag zum finish it up Friday. (Amandajean ist eine der Autorinnen von Sunday Morning Quilts.) Bei so einem gigantischen und wunderbaren Scrap-Quilt bleibt mir persönlich echt die Luft weg.   Dieses Riesenteil ist ca. 2,70 x 2,40!  


Um wieder auf meine seltsame Art des Stoff-Einkaufs zurück zu kommen: schon im August hatte ich hier ein paar Reste Weihnachtstoff gekauft. Genau genommen handelte es sich um 13 Streifen zwischen 12 und 15 cm Breite jeweils über die gesamte Stoffbreite. Und  es waren nicht irgendwelche Reste - es war Robert Kaufmans  "O`Tinsel Tree".   Ich glaube, die Serie ist aus dem Frühjahr 2011 und es gibt sie nicht mehr vollständig zu kaufen.  Darum habe ich nicht lange überlegt und gleich zugeschlagen. 




Eine Weihnachtsdecke stand schon so lange auf meiner persönlichen Wunschliste und nun sollte es endlich so weit sein. Inspiration für meinen Streifen-Quilt war mal wieder Sunday-Morning-Quilts - und zwar eine Mischung aus "Daydream" und dem Beispielfoto für Backings auf Seite 51 oben rechts.



Da 13 kleine Streifen natürlich nicht reichen für ein ganze Decke habe ich auf dem Stoffmarkt in Hannover noch passenden grünen Stoff zum "Auffüllen", Sterne für das Binding und ein Vichy-Karo für die Rückseite gekauft. (Lieber Gruß und Dank an meine beiden Kolleginnen Anja und Andrea für ihre Begleitung und geduldige Beratung an diesem verregneten Tag. Das machen wir mal wieder, oder!?)


Um so wenig Stoff wie möglich zu verschneiden, habe ich dann die Streifen nur mit Rollschneider und Lineal begradigt und die Webkanten abgeschnitten. Alle Streifen sind also unterschiedlich breit aber gleichmäßig lang.



Dann habe ich 13 Streifen aus dem grünen Stoff zugesschnitten. Sie sind jeweils 30 cm lang und etwas breiter als der breiteste Weichnachtsstoff-Streifen.  
Ich wollte mir nicht die Mühe machen, 13 unterschiedlich breite Streifen auszumessen und zuzuschneiden. So geht es fixer. Und wenn man mehrere Lagen Stoff  übereinander legt, geht es noch fixer!


 


Alle Weihnachtsstoffe wurden dann mit dem grünen Stoff zu einem Ring vernäht - also jeweils eine Seite des grünen Stoffs mit einer Seite des bunten Stoffs. Dabei darauf achten, dass der grüne Stoff auf einer Seite bündig mit dem bunten Stoff abschließt. 


Den überschüssigen grünen Stoff kann man dann einfach mit dem Rollschneider entfernen. 





Dann kommt der spaßige Teil meines Projekts. Die Stoffschlaufen werden an ganz unterschiedlichen Stellen aufgeschnitten. Dazu habe ich die Schlaufe ganz glatt auf meine große Schneidematte gelegt und eine kleine Schneidematte in die Schlaufe hinein geschoben.  Dann kommt der Rollschneider zum Einsatz.
So muss man keine Sorge haben, dass man den Stoff versehentlich an zwei Stellen zerschnippelt und alles bleibt schön im rechten Winkel. 


Durch diesen einen Schnitt entstehen Streifen in der gewünschten Deckenbreite, die ganz unterschiedlich sind.  Ich habe sie dann auf auf dem Fußboden arrangiert.

 

Für die Zwischenräume habe ich 6 cm-Streifen aus dem grünen Stoff über die ganze Stoffbreite zugeschnitten. 

 
Die Streifen wurden abwechselnd grün und bunt aneinander genäht. Gequiltet habe ich dann im Nahtschatten einfach nur längs.





Für die Fotos hat mir mein persönlicher Weihnachtswichtel geholfen  und man erkennt so in etwa die Größe. Der fertige Quilt ist ca. 1,30 x 1,90 m und damit groß genug für eine Kuschel-Decke für das Sofa.  Gerne hätte ich ihn noch größer gehabt, aber der vorhandene Weihnachts-Stoff war begrenzt und ich wollte nicht, dass der grüne Stoff zu sehr dominiert. Den guten Robert-Kaufman-Stoff habe ich jedenfalls bis zum alllerletzten Zipfelchen ausgenutzt. Es gibt keine Reste!


Und weil durch die Zeitverschiebung in Minnesota noch Freitag ist, ist dies auch mein Beitrag zum finish it up Friday.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Adventswochenende.
 

Montag, 2. Dezember 2013

Nun aber ab in den Winterschlaf!


Das war ein Schreck in der Abendstunde! 
Ich hatte Euch ja schon berichtet, dass am Sonntag in der vorletzten Woche abends um 22.00 Uhr ein kleiner, erschöpfter Igel auf unserer Terrasse lag. 

Hektisches Surfen im Internet setzte ein und um 23.00 Uhr stand das Stacheltier in einer Kiste in unserem Gäste-WC. Wasser und Katzen-Trockenfutter wurden dazu gestellt und wir gingen mit klopfendem Herzen ins Bett. Am nächsten Morgen hatte unser kleiner Gast alles verputzt, war irgendwie aus der Kiste herausgekommen und hatte das Zimmer ganz gut eingedreckt.

Er ist eine gute Woche bei uns geblieben. Ich hatte spezielles Igel-Futter gekauft und er hat mit ordentlichem Appetit gefuttert.  Im Tierheim wurde mir gesagt,  dass er mit seinen 400 Gramm Gewicht gut nach draußen kann - auf den einschlägigen Igel-Seiten steht was von 500 bis 600 Gramm. Ich war verunsichert, was ich machen soll. Er hatte doch so schlapp dagelegen. War er krank?

Nach einer Woche war mir klar, dass er nicht krank ist.  Er war vital, hatte einen guten Appetit, hat geknödelt wie ein Großer und sehr viel geschlafen. 
Bis zum Wochenende hatte er es auf 500 Gramm Körpergewicht geschafft.  Das Wetter war mild und so haben wir ihm ein schönes Haus gebaut und ihn nach draußen gebracht. Hier bekommt er nun jeden Abend Futter hingestellt. Und zwar so lange, bis es richtig kalt wird und er in den Winterschlaf geht.

Schlaf schön, mein Kleiner.
Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Frühjahr wieder sehen.






Mittwoch, 27. November 2013

From trash to blog - eine Upcycling Blogaktion


Das Leben ist wirklich immer wieder überraschend. 


Den Altpapierbaum, den ich aus vielen gefalteten Schachteln geklebt habe (ja, so richtig mit Unter- und Oberteil), wollte ich schon gestern zum Upcyclingdienstag zeigen. Dann kam aber ein kleines Igelkind dazwischen, das ganz müde auf unserer Terrasse lag. Alle Aktionen standen still und das kleine Wesen musste erstmal versorgt werden. Ich kann Euch sagen: ein einziger 400 Gramm schwerer Igel reicht aus, um den ganzen Haushalt durcheinander zu bringen. Er residiert jetzt übergangsweise im Gäste-WC und wird noch ein bisschen gepäppelt, bevor es draußen in die Winterruhe geht. 




So kann ich also heute in meinem Beitrag zu der Blogaktion "From trash to blog" den Papierbaum und die kleinen Deko-Teile aus Teelichthülsen zeigen.

Beides ist aus Müll entstanden.  Jetzt in der dunkleren Zeit des Jahres fallen leere Teelichthülsen täglich an. Das Papier für den Baum stammt von einem zerfledderten alten Buch vom Recyclinghof. 


 

Mit Deko für die Adventszeit ist das bei mir so eine Sache. 
Ich würde gern richtig viel und richtig üppig schmücken. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich spätestens am 2. Weihnachtsfeiertag den ganzen Kram nicht mehr sehen kann.   Am liebsten würde ich dann alles neu renovieren und viele, viele Blüten ins Haus holen.
 

Daraus entstand die Idee, etwas  mehr Glanz an die Wand zu bringen, der sich aber ganz leicht auch wieder entfernen lassen soll.  Mit leeren Teelichthülsen habe ich schon gute Erfahrungen gemacht.  Sie schienen mir auch für so eine vorübergehende  Deko gut geeignet zu sein.

 

Ich habe einige Versuche mit dem Klebematerial gemacht. Am Ende fand ich für meine Zwecke Masking Tape am besten geeignet. Tesa-Film und auch doppelseitiges Klebeband kleben noch etwas besser, aber sie lassen sich natürlich nicht spurlos entfernen.


Ich habe meine Silbertaler locker um den Baum drapiert. Man kann sie natürlich auch geometrisch anordnen. Und zwar nicht nur an der Wand sondern auch auf Schränken, Fensterscheiben, Bilderrahmen. Ganz wie Ihr wollt.


Gemacht ist es ganz einfach:  aus dem Boden der leeren Teelichthülse einen Kreis schneiden. Diesen Kreis z.B. aus eine kleinen Reibe legen und mit einem festen Gegenstand das Muster durchdrücken. Bitte nicht mit den Fingern reiben.  Auch bei großer Vorsicht kann man sich herrlich die Fingerkuppen abraspeln. Ich weiß wovon ich spreche...  Aber für das Upcycling muss man manchmal eben auch kleine Opfer bringen, oder!?

Zum Schluss kommt ein Kreis aus Masking Tape auf die Rückseite des Silberlings und er kann vorsichtig an die vorgesehene Stelle gedrückt werden.




Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Mann, der mir  beim Fotografieren geholfen hat und auch noch nachts um 23.00 Uhr die Fotolampen hielt. 

Das war also mein Beitrag zur Blogaktion "From trash to blog."

Schaut unbedingt auch bei den anderen Teilnehmerinnen vorbei. Es lohnt sich. 

Am Samstag nähte Fredi von Seemannsgarn-handgemacht ein Lunchbag aus einem alten Schirm. Klingt unglaublich - ist aber wahr!
Am Sonntag hat Nicole von Gemachtes und Gedachtes richtig Druck gemacht. Erstaunlich zu sehen, was für tolle grafische Muster aus Müll entstehen können. Kann man sicher auch gut mit Kindern nachmachen.
Am Montag hat Katharina von Greenfietsen einen wirklich einzigartigen Loop aus alten T-Shirts genäht. Ein echter Geschenktip zu Weihnachten!
Auch eine coole Geschenkidee zeigte gestern Christiane von bikelovin mit ihrer Statementkette aus einem Fahrradschlauch. Ich sage nur: black is the new black ;-).
Zum Abschluss dieser kleinen Aktion zeigt Ariane von Heldenwetter morgen, wie man eine Bluse aus einem alten Rock nähen kann.

Ich habe irgendwie so das Gefühl, dass das nicht die letzte Aktion dieser Art war...  Ich wär gerne wieder mit dabei, denn ich mag Upcycling! Und darum schicke ich meine kleine Deko-Idee heute auch zu Fräulein Pfau und ihrem MMI.
 
Und weil Nina nicht pingelig ist, darf ich auch noch nachträglich zu den Kolleginnen und Kollegen vom Upcycling Dienstag. Danke für die Einladung, liebe Nina!






Freitag, 22. November 2013

From trash to blog!


Ich sag Euch: das waren ein paar knallvolle Tage.

Zum letzten Wochenende hatte ich eine Überraschungsparty für den Geburtstag meines Mannes vorbereitet. Herrlich!  Nachdem wir die Spuren der Party beseitigt hatten, stand am Mittwoch ein Tag in Hamburg auf dem Programm. Stephen King war in der Stadt und gab im CCH eine Lesung. Es war ein wirklich beeindruckender und bewegender Abend.

Nach diesen aufregenden Events wird es Zeit für mich,  einen Gang `runter zu schalten.  Oder besser gleich zwei. 

Ich möchte noch Deko für den Advent basteln und schmücken. Und natürlich möchte ich auch noch das eine oder andere Geschenk nähen und basteln. Ihr doch bestimmt auch, oder?!

Falls Euch noch ein paar Ideen fehlen,  habe ich einen ganz speziellen Tip für Euch:

Morgen startet  
 FROM TRASH TO BLOG!

 - eine Upcycling-Blogaktion für graue Novembertage.

Ihr wisst ja, dass mir Upcycling sehr am Herzen liegt. Und ich habe natürlich zugesagt, als mich Christiane von bikelovin fragte, ob ich Lust habe mitzumachen.   Gemeinsam mit Ariane von Heldenwetter hatte sie die Idee zu dieser Aktion. Es geht darum, kreativ zu sein und Dinge, die sonst im Müll landen würden,  für Basteleien und Nähprojekte zu nutzen. 

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Beiträge seht ihr oben in Grafik, die Ariane  vorbereitet hat. Da ich technisch extrem ahnungslos bin, habe ich es leider nicht geschafft, die Links zu den Blogs in diese Grafik einzufügen. 

Darum bekommt Ihr hier ganz traditionell eine Übersicht der Teilnehmerinnen und ihrer Ideen:

23.11.2013:  Fredi von Seemannsgarn-handgemacht näht kleine Taschen aus einem alten Schirm
24.11.2013: Nicole von Gemachtes und Gedachtes druckt mit allem was ihr unter die Finger kommt
25.11.2013: Katharina von Greenfietsen näht einen Loop aus alten T-Shirts
26.11.2013: Christiane von bikelovin bastelt eine Statementkette aus einem Fahrradschlauch
27.11.2013: da bin ich an der Reihe und mache ein bisschen Deko mit Teelichthülsen
28.11.2013: Ariane von Heldenwetter näht eine Bluse aus einem alten Rock 

Danke an Christiane und Ariane für die Idee und Organisation dieser Aktion. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die Beiträge





Mittwoch, 13. November 2013

Der Adventskalender


Mein Adventskalender ist fertig!
Ich hatte in diesem Jahr einige Schraubgläser gesammelt und wollte sie eigentlich als Verpackung für kleine Weihnachtssüßigkeiten dekorieren. Doch als ich die Einladung zur Advents-Bloggerei bei BRIGITTE.de bekam, fand ich sie auch dafür richtig gut geeignet.  

Es sollte ein Adventskalender für meinen Sohn werden. Darum gibt es Dinos, Cowboys, Magier und ganz viele Sterne in silber und blau. 


   
Man braucht für diesen Kalender kein besonderes handwerkliches Geschick und  relativ wenig Material. Wer keine Gläser vorrätig hat, klingelt einfach mal bei den Nachbarn. Da hat man schnell 24 Stück zusammen. Und eine schöne Mischung ist es auch noch. Solche kleinen Figuren findet bestimmt jeder in der Krimskrams-Kiste im Kinderzimmer. Falls doch nicht: andere Mütter fragen. Da sind bestimmt einige froh, wenn sie etwas abgeben können.

  

Hier eine Übersicht der Materialien:

24 Gläser mit Schraubverschluss 
24 Butterbrottüten
1 Set Aufkleber mit Zahlen (meine sind über Dawanda von JanoschDesigns)
einige kleine Figuren
Kraftkleber
1 Dose Farbspray silber
Masking Tape, Geschenkbänder, 1 Tüte kleine Streu-Sterne zum Dekorieren der Gläser
etwas passenden Stoff  für die Präsentation 


 So wird es gemacht:

Als erstes werden die Figuren mit Kraftkleber auf die Deckel geklebt. Gut trocknen lassen.

Dann alle Deckel mit Farbspray besprühen. 
Dazu die Umgebung gut vor dem Sprühnebel schützen und abdecken. Am besten sprüht man im Freien und auf jeden Fall in mehreren Schichten. 


In jedes Glas wird dann eine Butterbrot-Tüte gesteckt. Man soll ja nicht sehen, welche Überraschung darin stecckt. Das Papier dabei sorgfältig in die Form des Glases hineindrücken.  Überstehendes Papier am Glasrand mit einer Schere abschneiden. Und keine Sorge: die Tüten passen wirklich für jedes Glas. 


Ein paar der Streu-Sterne zwischen Papiertüte und Glaswand in das Glas füllen. Deckel aufschrauben und das Glas mit Masking-Tape, Bändern und allem was Euch gefällt dekorieren. Zum Schluss nicht den Aufkleber mit den Zahlen vergessen.
 
 
Gefüllt werden kann dann mit allem, was einem einfällt. Je größer die Gläser um so mehr Möglichkeiten. Logisch, oder?! Ich habe meine größeren Gläser für die Adventssonntage genommen, weil da mehr Platz für ein kleines Geschenk ist.


Wenn die Adventszeit vorüber ist, kann man die Gläser weiter als Aufbewahrung für allerlei Kleinkram nutzen. 
Oder man entfernt die Zahlenaufkleber, befüllt die Gläser zu Weihnachten neu und hat eine kleine Aufmerksamkeit für liebe Freunde oder Nachbarn, den Postboten oder Kollegen.