Dienstag, 28. Mai 2013

Ich schwinge den Hammer






Jawohl! 
Und zwar nicht nur im übertragenen Sinne sondern ganz wortwörtlich. Und was soll ich sagen: es macht Spaß und ich weiß gar nicht, warum ich mich so lange davor gedrückt habe.

Wovon ich rede? 
Von Jeans, die man früher Nietenhosen nannte und die auch heute noch unbedingt echte Nieten brauchen. Ich muss mich daran gewöhnen, dass ich kein Kleinkind mehr benähe. Der junge Mann ist schließlich schon 5 und damit nach eigenem Bekunden kein Baby mehr. Also gehören jetzt Nieten an die Hosen.  

Die entsprechenden Päckchen lagen hier schon eine Weile und grinsten mich blöde an. 
 "Na, trauste dich nicht ?!" 




Heute war ich allein zu Hause und schlug zu. 
Mit dem Hammer.  
Mitten auf die 12. 
PENG! PENG! PENG!
Jeder Schlag ein Treffer.

Vor lauter Begeisterung habe ich einige Nieten mehr verteilt als eigentlich vorgesehen. 
Das nennt man dann "Design".




Zu den Hosen selber gibt es nicht viel zu sagen: Der Schnitt ist "Onni" aus Ottobre 6/2012 in Größe 116. Eigentlich wird hier schon die 122 benötigt, aber die Schnitte fallen immer recht großzügig aus und dieser Schnitt war speziell "für die kräftige Figur kreiert".  Sehr gut. Ich mag keine Slim-Schnitte für Jungs, die rumtoben wollen. 

Ließ sich unkompliziert nähen. Bei Model 2 habe ich allerdings das Gummiband nicht wie vorgesehen  eingenäht sondern ganz altmodisch eine Öffnung im Bund gelassen, damit ich ein Band einziehen kann. Warum? Die  Länge meines Gummibandes verändert sich zu sehr, wenn ich es feststeppe. Es wird irgendwie länger. Und dann kann ich nichts mehr an der Weite ändern und die Hose rutscht ständig.

Natürlich war der elastische Bund ein Auswahlkriterium und auch die Tatsache, dass der Schnitt ansonsten eine klassische Nietenhose, ähm,  ich meine 5-Pocket-Jeans ist.

Beide Hosen sind aus abgelegten Hosen vom Papa. Und bei beiden musste ich feststellen, dass man mit Größe 116 an die Grenzen des Hosenupcyclings stößt. Ich musste mit anderen Stoffresten  ergänzen, weil der Stoff der Spenderhose nicht reichte.




Modell 1 ist passend zum Shirt vom Vatertag. Man beachte die Steppnähte. Die haben am meisten Zeit gebraucht. Aber dieser 3-fache Steppstich ist schön plastisch und macht sich einfach gut für auffällige Nähte .

 



Der Ergänzungsstoff ist ein dünner Jeansstoff mit leichtem Glanz. Ich muss sagen, dass ich selber ganz begeistert von dieser Kombination bin. 





Model 2 geht schon fast als Patchworkhose durch. Da der Stoff recht dünn war, habe ich lieber gleich Flicken auf die Knie gesetzt. Außerdem habe ich versucht, viele Jeans-Details der Original-Hose zu verwenden. Und dass ich zwei verschiedene Farben für die Steppnähte genommen habe, ist natürlich ebenfalls "Design" und liegt überhaupt nicht daran, dass das Garn in Orange  plötzlich aufgebraucht war und ich die Hose unbedingt fertig nähen wollte.



 Der Steppstich ist diesmal so eine Art schräger Zick-Zack-Stich.

Tragebilder reiche ich demnächst nach. Mein Kind war heute bei Oma und Opa. 

Danke an Euch alle für`s Lesen und Danke an Nina mit dem Upcycling-Dienstag und Anke mit dem Creadienstag.  Was wäre der Dienstag nur ohne Euch.

Und zum Schluss möchte ich meine Nieten noch auszeichnen: sie sind meine Helden des Alltags in dieser Woche und dürfen sich bei Roboti einen dicken Orden abholen. 


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Kommentare:

  1. Super tolle Jeans mit ganz viel liebe zum Detail, äh Design!
    VG, Heike

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  2. Phantastische Hosen. Solche Nieten muß ich mir auch dringend zulegen. Macht total viel her.
    LG Silvi

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  3. Schön geworden, deine Hosen! Und der Stich ist mir DIREKT aufgefallen. Ach, Nieten, Ösen und Druckknöpfe zum einSCHLAGEN liebe ich. Schnell und praktisch und schön anzusehen!
    LG
    Claudia

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  4. GENIAL!!!!!
    Manchmal weiß man garnicht, warum man so lange gezögert hat oder?
    Super!
    Susanne

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  5. da brauchst du demnächst noch eine eigene werk(hämmer)bank;-)

    liebe grüße sendet dir michèle

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  6. So ein Nietenpackerl hab ich auch! Angsthase! Können die nur dieses eine Wort? Du meinst Hammerschwingen hat geholfen... Ich sollt dem Packerl auch mal damit kommen ;-) Sie schauen fantastisch aus!

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  7. boa, die hosen sehen ja klasse aus.
    ich glaube ich brauche nieten und jetzt komme ich gerade aus der großen weiten stadt,
    ach, ist das landleben doch schön

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  8. liebe Kirstin
    Die Hosen sind toll geworden, bei einer muss man sich auch weniger Gedanken mehr um Löcher machen und Nieten einschlagen kann befreiend wirken.
    lieber Gruss
    Natalie

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  9. Boah, liebe Kirstin,
    was für coole Hosen hast Du da hingelegt, zwar drängt sich mir so ein bisschen das Bild von der Rächerin mit dem Hammer dazwischen, aber das Ergebnis bleibt sagenhaft.
    Allerliebste Grüße von Nina

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  10. Ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach geht!
    Sieht ja auch um Längen professioneller aus, war mir auch nicht klar.
    Besonders gut gefällt mir die helle Hose mit den orangen Nähten.
    Liebe Grüße
    Natascha

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  11. Die sind ja cool! Da war der kleine große Junge doch bestimmt zufrieden!
    LG Judy

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  12. Du meine Güte!
    Ich war schon beeindruckt (und musste extrem lachen) als ich Peng! Peng! Peng! las...aber da hatte ich auch noch nicht gecheckt, dass Du die Hosen selbst genäht hast. Der Kracher! Besonders die 2. Hose finde ich ganz toll!

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  13. es stimmt, mit nieten sieht die ganze jeans glatt etwas "echter" aus. richtig schön :) und noch besser wenn du deinen sohn damit glücklich machen konntest!

    glg
    halitha

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  14. tolle hosen!sehen echt aus wie die der großen jungs!!!
    die ausführung mit den nieten hilft mir doch sehr gut, wußte ich einfach nicht. jetzt brauche ich ja nur noch suchen, wo ich sie finde.
    lg elke

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