Dienstag, 4. Juni 2013

Pojagi - Bojagi




Da wollte ich mal als Super-Hausfrau glänzen.
Wollte zeigen, was ich so für Tricks drauf habe, um das Unmögliche möglich zu machen ...

Und ich bin mir auch ganz sicher, dass ich mal irgendwo gelesen habe,  dass man Deo-Flecken entfernen kann, wenn man die Flecken mit Bad-Reiniger einsprüht und über Nacht einweichen lässt.  Alles Lüge!

Lange Rede, kurzer Sinn: die Flecken waren weg und mit ihnen die Farbe aus den Hemden.  Es waren jetzt Batik-Hemden - und sie sahen gruselig aus. Mein Mann nahm es mit Humor und ich beschloss, aus den Resten verwertbaren Stoffs etwas zu nähen.




Auf der Seite der "Berlin Modern Quilt Guild" hatte ich gerade erst etwas über Pojagi gelesen. Das ist eine alte koreanische Patchworktechnik.


Aylin hat auf ihrem Blog freundlicherweise ein sehr schönes Tutorial eingestellt. Danke dafür! Das besondere an dieser Technik ist, dass beide Seiten des fertigen Tuchs keine sichtbaren versäuberten Nähte haben. 




Das Tuch sieht von beiden Seiten gut aus und kann von beiden Seiten benutzt werden. In Korea werden diese Tücher traditionell zum Einwickeln von allem Möglichen benutzt und sie dienen als Art Taschenersatz.  
 
Auf dem Foto sieht man links die Rückseite und rechts die Vorderseite.




Durch die breiten Nähte entsteht darüberhinaus eine Art Glasfenster-Effekt. Das sieht man natürlich besonders gut, wenn man Stoffe benutzt, die nicht blickdicht sind.  Darum dachte ich beim Anblick der Hemden auch gleich an Pojagi (oder auch Bojagi - es sind beide Schreibweisen üblich.)

So ist meine Pojagi-Tischdecke entstanden.  Sie ist ca. 1,10m x 1,10m groß und für den Glastisch in der Küche gedacht.

Die Decke ist mein Beitrag für den Upcyclingdienstag und den Creadienstag. 





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Kommentare:

  1. Was soll man da sagen? Eigentlich bleibt, dir noch
    mehr "Unglücke" zu wünschen, damit du und mit deinen Lösungen
    überraschst. Lg Heike

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  2. Hi, deine neue Tischdecke sieht fantastisch aus. LG aus Berlin

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  3. Toll! Mal wieder was neues gelernt. Schaut super aus!
    Die Nähte sind doch eigentlich abgesteppte französische Nähte? Wie auch immer, gefällt mir sehr gut. Ich sammle schon seit Jahren die alten Hemden meines Mannes, weil ich sie noch einem Zweck zuführen wollte. Und siehe da, das scheint doch das perfekte Projekt zu sein.
    LG
    Petra

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    1. Das dachte ich auch erst :-)! Aber es ist nicht ganz wie französische Nähte. Bei den Franzosen müsste man 3 mal steppen, bevor man diesen Effekt erhält. Bei den Koreanern nur 2 mal. Der Trick ist, dass der Stoff vorher schon eingeschlagen und gebügelt wird (wie ein Saum). In diesen Stoffumschlag/Saum hinein wird das zweite Stück Stoff geschoben und dann gesteppt. Das vorherige Bügeln spart als eine Naht.
      Ich war heute etwas in Eile und habe daher keine Fotos vom Entstehungsprozes. Bei Aylin/Nilya (siehe Link oben im Text) wird es aber super erklärt und gezeigt.

      LG, Kirstin

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  4. Das ist ja ein tolles Tuch! Gut mit den Hemden das war etwas ärgerlich, aber dafür bis zumindest du jetzt entschädigt. Gefällt das tuch deinem mann auch? ;o) LG Jennifer

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  5. eine sehr schöne decke hast du aus den hemden gezaubert. ich stelle mir das sehr zeitaufwändig vor.
    dein mann kann sich ja in die decke einwickeln, dann hat er seine hemden wieder, lach!!!
    lg elke

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  6. Da warst Du aber gewaltig konsequent und hast gleich mal 5 Hemden eingesprüht? ;-) Blöd gelaufen für deinen Mann, aber gut für euren Glastisch, denn das Hemdentischtuch finde ich wunderschön. Gerade die zarten Hemdtöne harmonieren jetzt wunderbar.

    Herzlich, Katja

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  7. Dein Pojagi ist richtig, richtig gut! Gleich so viele Hemden auf einmal vernichten ist hart - aber für die Decke eine glückliche Fügung. Ein ganz tolles, weil so sonderbares Stück!

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  8. Gestern hatte ich auch schon darüber gelesen und fand das wahnsinnig interessant. Deiner Beschreibung nach könnte es sich hier um Kappnähte handeln. Aber es scheint schon etwas schwieriger zu sein, die Nähte und dann das Sortieren, was zuerst genäht werden muss, etc ...! Dafür kann das Ergebnis sich sehen lassen. Ein wirklich schönes Tuch ist es geworden. Aus der Not eine Tugend gemacht! ;-)
    GLG
    Claudia

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  9. Was für eine süße Idee!
    Ich habe noch nie was Pojagi oder Bojagi gehört oder gelesen. Da kann man mal sehen, hier wird "weitergebildet" ;)
    Supertolles Ergebnis. Die Farben und die Muster harmonieren total und du hast ein einzigartiges Stück, welches es nirgends zu kaufen gibt. Was man aus Sachen machen kann ist enorm und wir schmeissen so vieles weg.

    Liebe Grüße
    Danahttp://danalovesfashionandmusic.blogspot.de/

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  10. Ein tolles Tuch! Deine Wiederverwertung ist wirklich perfekt! Und gelernt habe ich auch gleich wieder was, das werde ich mir auf jeden Fall merken! Wer weiß, was ich noch kaputt mache!:)

    LG Mary

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  11. Ganz tolle Idee....da haben die Hemden doch noch eine tolle Verwendung gefunden!
    Liebe Grüße FadenFräulein

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  12. WOW, ich bin schier sprachlos! Supertoll!!!!!

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  13. Hallo Kirsten,

    Habe die letzen Seiten nachgelesen.
    Schöne Einblicke in den Garten :-), Regenbögen und Fleißaufgaben!
    Die besondere Nähtechnik: wieder etwas gelernt :-)
    Danke für die Anregung!M.

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  14. Das Tuch sieht wunderschön aus. Mit viel Sorgfalt genäht- Du hast Geduld!
    Und im Gegenlicht so zart und sommerlich. Schön!

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  15. Mir gefällt`s auch sehr, Dein Tischtuch!!! Leider besitzt mein Mann keine Hemden, die ich ihm ruinieren könnte, mhm ;)
    Irgend`was finde ich schon um das mal auszuprobieren!
    LG, von Annette

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  16. Toll! Wie gut, dass der Deo-Tip nicht funktioniert hat!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  17. das tuch sieht ganz toll aus! manche flecken bleiben einfach oder es geht die farbe gleich mit weg, wie du es beschrieben hast.
    ich finde dip-dye auch eine gute möglichkeit flecken zu verbergen;-)
    schöne grüsse!

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  18. Meine Güte, Kirstin, was für ein Segen, dass die Hausmittelchen-Nummer so daneben gegangen ist. Ein Traum von einem Tuch.
    Sei ganz lieb gegrüßt von Nina

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  19. Jaja, das leidige Thema mit den Deoflecken. Mein Mann will seine Hemden noch nicht rausrücken. Irgendwie habe ich letztens auch etwas "falsch" gemacht und jetzt sind die Flecken weniger sichtbar nachdem ich sie gewaschen habe... So dauert das noch ewig bis ich meinem Stoff-Projekte-Stapel die schönen Hemden meines Mannes zuführen kann.
    Deine Decke sieht wirklich klasse aus. Hatte auch noch nie von der Technik gehört aber mir gefällt der Effekt. Fast schon schade, dass sie jetzt nicht mehr in der Sonne flattern darf...

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  20. Ein Hoch auf Bad-Reiniger! In dem Fall finde ich es toll, dass der Versuch daneben ging.

    Diese koreanische Patchworkgeschichte kannte ich gar nicht, daher finde ich nicht nur das Ergebnis super schön, sondern auch die Tatsache wieder einmal was dazu gelernt zu haben.

    Liebe Grüße,

    Vanessa

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  21. Extremely exciting to discover it :P :D

    my website PKV Vergleiche

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  22. Die decke ist echt Klasse. Dein post könnte echt so auch von mir sein. Hab sehr geschmunzelt.
    LG Silvi

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  23. ganz ganz toll!
    liebe grüsse brigitte

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  24. Das sieht ganz toll aus. Danke für die ganzen Links. Der Wunsch nach einer Sommerdecke wächst ;-)
    Liebe Grüße

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  25. Das ist ja mal eine coole Idee!
    Ich hab auch schon einen Quilt aus Hemden genäht aber auf Tischdecke wäre ich garnicht gekommen *rotwerd*
    Toll echt!
    Und diese Nähtechnik werde ich mir gleich mal ansehen!
    Ganz liebe Grüße
    Susanne,
    die auch gerne Stoffe recycelt (vor allem Jeans)

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  26. Toll! Ich habe "Berge" von alten Herrenhemden gesammelt. Ich wollte schon Kissenbezüge machen, aber dein Tuch finde ich viel schöner und nützlicher! Was hast du mit den übrig gebliebenen Kragen, Taschen und Manschetten gemacht?

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Schön, dass du hier bist. Ich freue mich immer über eine Nachricht von dir!