Donnerstag, 30. Mai 2013

12-tel Blick im Mai



Der Wonnemonat Mai. 

Ist es nicht unglaublich, wie grün alles geworden ist?
Eine Collage der einzelnen Monatsbilder, die ich im Rahmen von Tabeas schöner Aktion bereits gemacht habe, findet Ihr ganz am Ende dieses Beitrags. Vorher möchte ich Euch aber mitnehmen auf einen kleinen Streifzug durch mein kleines grünes Reich.

In unserem Garten dominieren viele Findlinge und geschwungene Formen. Wir wohnen in Bremen in der Nähe der Überseestadt. Hier gab es in den letzten Jahren eine große Baustelle nach der anderen, riesige Abraumhalden aus Erde, Schutt aus dem 2. Weltkrieg  und Natursteinen.  Und ich immer mittendrin! Neben den Steinen kamen dabei einige kuriose Fundstücke auf diesem Weg in unseren Garten.

Auf den Fotos könnt Ihr z.B. eine verborgene große Zange oder ein verrostetes Schloss entdecken. Manche Teile habe ich beim Fotografieren gar nicht wieder gefunden. Sie sind Teil des Gartens geworden und bilden mit den Pflanzen eine Einheit. Je nach Vegetationsstand sieht man sie - oder eben auch nicht. So kann man immer auf Entdeckungsreise gehen. Nur einen kleinen gekauften Tisch benutze ich für die Präsentation besonderer Stücke.

Mein Garten soll möglichst natürlich aussehen. Die Pflanzen dürfen sich ruhig selbst vermehren und ausbreiten.  Ich greife mittlerweile fast nur regulierend ein.  Das hat den Vorteil, dass immer alles in Bewegung ist. Und wenn dann mal ein Ball in die Rabatte fliegt oder ein Trupp Kinder quer durch`s Beet rennt, fällt das nicht wirklich auf. Es ist Teil der natürlichen Bewegung. 

Der Garten soll mit uns leben. 

Vor 9 Jahren habe ich hier den ersten Baum gepflanzt und die erste Schubkarre voller Steine angekarrt. Viel kam dazu. Und ich bin wirklich glücklich mit dem Ergebnis. 






Hier nun die bisherige Jahresübersicht:


Mittwoch, 29. Mai 2013

Regentropfen







 



Regenpause.
Mit nackten Füßen durch das Gras.
Feucht und kühl.
Atmen fühlt sich an wie trinken.
Und ringsherum alles voller Juwelen.






Man kann das Wetter nicht ändern. Und deshalb mag ich die Magie der Regentropfen.

"Mittwochs mag ich ..." - eine Aktion bei Frollein Pfau




 




Dienstag, 28. Mai 2013

Ich schwinge den Hammer






Jawohl! 
Und zwar nicht nur im übertragenen Sinne sondern ganz wortwörtlich. Und was soll ich sagen: es macht Spaß und ich weiß gar nicht, warum ich mich so lange davor gedrückt habe.

Wovon ich rede? 
Von Jeans, die man früher Nietenhosen nannte und die auch heute noch unbedingt echte Nieten brauchen. Ich muss mich daran gewöhnen, dass ich kein Kleinkind mehr benähe. Der junge Mann ist schließlich schon 5 und damit nach eigenem Bekunden kein Baby mehr. Also gehören jetzt Nieten an die Hosen.  

Die entsprechenden Päckchen lagen hier schon eine Weile und grinsten mich blöde an. 
 "Na, trauste dich nicht ?!" 




Heute war ich allein zu Hause und schlug zu. 
Mit dem Hammer.  
Mitten auf die 12. 
PENG! PENG! PENG!
Jeder Schlag ein Treffer.

Vor lauter Begeisterung habe ich einige Nieten mehr verteilt als eigentlich vorgesehen. 
Das nennt man dann "Design".




Zu den Hosen selber gibt es nicht viel zu sagen: Der Schnitt ist "Onni" aus Ottobre 6/2012 in Größe 116. Eigentlich wird hier schon die 122 benötigt, aber die Schnitte fallen immer recht großzügig aus und dieser Schnitt war speziell "für die kräftige Figur kreiert".  Sehr gut. Ich mag keine Slim-Schnitte für Jungs, die rumtoben wollen. 

Ließ sich unkompliziert nähen. Bei Model 2 habe ich allerdings das Gummiband nicht wie vorgesehen  eingenäht sondern ganz altmodisch eine Öffnung im Bund gelassen, damit ich ein Band einziehen kann. Warum? Die  Länge meines Gummibandes verändert sich zu sehr, wenn ich es feststeppe. Es wird irgendwie länger. Und dann kann ich nichts mehr an der Weite ändern und die Hose rutscht ständig.

Natürlich war der elastische Bund ein Auswahlkriterium und auch die Tatsache, dass der Schnitt ansonsten eine klassische Nietenhose, ähm,  ich meine 5-Pocket-Jeans ist.

Beide Hosen sind aus abgelegten Hosen vom Papa. Und bei beiden musste ich feststellen, dass man mit Größe 116 an die Grenzen des Hosenupcyclings stößt. Ich musste mit anderen Stoffresten  ergänzen, weil der Stoff der Spenderhose nicht reichte.




Modell 1 ist passend zum Shirt vom Vatertag. Man beachte die Steppnähte. Die haben am meisten Zeit gebraucht. Aber dieser 3-fache Steppstich ist schön plastisch und macht sich einfach gut für auffällige Nähte .

 



Der Ergänzungsstoff ist ein dünner Jeansstoff mit leichtem Glanz. Ich muss sagen, dass ich selber ganz begeistert von dieser Kombination bin. 





Model 2 geht schon fast als Patchworkhose durch. Da der Stoff recht dünn war, habe ich lieber gleich Flicken auf die Knie gesetzt. Außerdem habe ich versucht, viele Jeans-Details der Original-Hose zu verwenden. Und dass ich zwei verschiedene Farben für die Steppnähte genommen habe, ist natürlich ebenfalls "Design" und liegt überhaupt nicht daran, dass das Garn in Orange  plötzlich aufgebraucht war und ich die Hose unbedingt fertig nähen wollte.



 Der Steppstich ist diesmal so eine Art schräger Zick-Zack-Stich.

Tragebilder reiche ich demnächst nach. Mein Kind war heute bei Oma und Opa. 

Danke an Euch alle für`s Lesen und Danke an Nina mit dem Upcycling-Dienstag und Anke mit dem Creadienstag.  Was wäre der Dienstag nur ohne Euch.

Und zum Schluss möchte ich meine Nieten noch auszeichnen: sie sind meine Helden des Alltags in dieser Woche und dürfen sich bei Roboti einen dicken Orden abholen. 


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Montag, 27. Mai 2013

Partnerlook


So, nun ist aber langsam mal gut mit diesen ganzen Feiertagen.  Mich bringen diese freien Tage immer ganz aus dem gewohnten Rhythmus. Und irgendwie komme ich zu nix.

Darum starte ich diese Woche gut organisiert voll durch.  

Ich wollte Euch noch ein Tragebild von den Vatertags-Shirts zeigen. Man muss sicher kein Diplom-Meteorolge sein um zu erkennen, dass das Foto nicht von diesem Wochenende ist. Nein, es ist irgendwann an einem der letzten Tage mit Sonne im Garten entstanden. Ich kann mich nicht genau erinnern. Genau genommen kann ich mich kaum noch erinnern, wie sich Sonne im Gesicht anfühlt.

Aber optimistisch schauen wir nach vorn! 

Ich kann Euch schon verraten, dass es morgen die passende Hose zum Shirt geben wird. Denn was soll man sonst machen bei diesem Wetter?  Nähen geht immer. 

Kommt gut in die Woche und macht Euch viele sonnige Gedanken.

Dienstag, 14. Mai 2013

Gib Gummi







Es gibt Materialien, die rufen förmlich "Mach was aus mir!".
Als ich nach Ostern ein paar aufgebrauchte Rollen Geschenkband hatte, hörte ich es wieder ganz genau. 

Die Teile liegen so gut in der Hand und beim Hin- und Herschieben, Stapeln, Drehen und Wenden entstand ein Turm. In diesen Turm passte haargenau ein schlichtes Wasserglas von IKEA.  Es war also klar: das wird eine Vase oder Kerzenhalter. 



Ich hatte erst keine zündende Idee, wie ich die leeren Rollen farblich gestalten soll. Streichen? Masking Tape? Stoffstreifen?

Am Upcyclingdienstag sah ich dann bei Bibi King dieses Glas mit Gummibändern und wusste, dass das die Lösung ist.



Im Drogeriemarkt kaufte ich zwei Tütchen Gummis für 1 €. Sie wurden nach Farben sortiert und um die Rollen und das Glas gespannt.  Rollen miteinander verkleben, Glas rein - fertig.




Das Schöne an dieser Sache ist, dass ich die Gummis noch anderweitig verwenden kann, wenn ich mal keine Lust mehr auf dieses Teil habe. 

Gummibänder scheinen mir Potential für viele Basteleien zu haben.  Mal sehen, was sich da noch so ergibt.

Apropos Basteln: es ist heute natürlich Upcycling-Dienstag bei Nina und Creadienstag bei Anke. Und ich freue mich, dass ich wieder dabei bin.














Samstag, 11. Mai 2013

In Heaven


Wir waren Anfang Mai für ein paar Tage auf dem Alpacahof "Zwei Eichen" in der Nähe von Zerbst im schönen Sachsen-Anhalt. 
Ruhe, Natur, Sonnenschein - was will man mehr! Morgen zeige ich Euch noch ein paar Bilder von den charmanten und flauschigen Bewohnern des Hofs.

Heute zeige ich schon mal die Störche, die direkt neben dem Hof brüten. Die ganzen Tage konnten wir beobachten, wie Vater Storch seine brütende Frau versorgt und das Nest geputz hat und immer in der Nähe war.  
Wunderschöne stolze Vögel! Wenn so ein Storch durch den Himmel fliegt sieht das sehr beeindruckend aus. An diesem Tag flog Vater Storch leider nicht los. Argwöhnisch beobachtete er, was ich da mit meiner Kamera mache. Und so verabschiedete ich mich und hoffe darauf, dass wir im Sommer die kleinen Störche sehen werden.

Noch mehr Himmelsansichten gibt es heute wieder bei Katja unserer Raumfee.






Donnerstag, 9. Mai 2013

... Ich bin dein Vater! ...







Filmzitate neu interpretiert - aus gegebenem Anlass sozusagen.

  Vatertag wird von vielen als feucht-fröhliches Spektakel unter Jungs gefeiert.
Meine beiden Jungs bleiben heute allerdings zu Hause und wir machen es uns nett mit Spargel und Spagetti-Eis.

Ich wollte aber für eine angemessene Bekleidung sorgen und habe eines der Projekte umgesetzt, das schon länger auf meiner Liste steht:  Stoff bemalen mit Freezer-Papier.

Im April hatte ich auf Cheris Blog "I Am Momma - Hear Me Roar" ein tolles Shirt mit den altbekannten Filmfiguren in der Lego-Version entdeckt. Freundlicherweise hat sie auch gleich die Vorlage zur Verfügung gestellt, so dass einer kurzfristigen Umsetzung nichts mehr im Wege stand.

Meine beiden fühlen sich im Partnerlook richtig wohl! 

Falls Ihr auch Lust habt, Freezer-Paper mal auszuprobieren, zeige ich Euch hier, wie ich es gemacht habe:

Für den Partner-Look braucht Ihr zwei Shirts in ähnlicher Farbe. Die Vorlage von Cheri habe ich ausgedruckt und auf dem Kopierer auf 200 % vergrößert. Das ist die Vorlage für das Kindershirt.
Diese kleine Vorlage habe ich noch einmal auf 140 % vergrößert und kopiert. Das ist die Vorlage für das Papa-Shirt.




Um das Muster auf den Stoff zu übertragen, braucht man Freezer-Paper. Das gibt es z. B.  im großen, allseits bekannten Versandhaus. Ich habe meines auf dem holländischen Stoffmakt gekauft (1 Rolle mit 9 Metern für ca. 10 €). Sicherlich führen auch Bastelgeschäfte mittlerweile dieses Papier. Es sieht aus wie Butterbrotpapier - ist aber auf einer Seite mit einer Plastikfolie beschichtet. 
Es wird häufig an Fleischerei-Theken zum Einwickeln benutzt. Vielleicht könnte man da mal freundlich fragen?



Das Freezer-Paper eignet sich gut, um die Motive abzupausen - auf die Papierseite natürlich.



Dann werden die Motive vorsichtig ausgeschnitten. Ich habe eine kleine Schere genommen. Häufig wird aber auch ein Cutter empfohlen.



So entsteht eine Schablone, die auf dem Stoff ausgerichtet werden kann und zwar mit der Plastikseite nach unten auf den Stoff.



Wenn das Motiv an der richtigen Stelle liegt, wird es mit dem Bügeleisen (Baumwollstufe) fixiert. Keine Sorge: es stinkt nicht, das Papier hält das aus und die Plastikfolie schmilzt gerade so, dass sie auf dem Stoff aufklebt aber nicht in den Stoff hinein verklebt.  Die Klebestärke ist so ähnlich wie die von Masking-Tape auf Stoff.


Um die Rückseite des Shirts vor der Farbe zu schützen, habe ich noch eine Plastiktüte hineingeschoben.



Dann kann die Farbe vorbereitet werden: gut umrühren!


Ich habe die Farbe vorsichtig von den Rändern nach innen aufgetragen. Meine Angst, dass etwas unter dem Rand des Papiers verlaufen könnte, war aber unbegründet.



Natürlich konnte ich nicht abwarten, bis die Farbe getrocknet war. Ich habe die Folie gleich vorsichtig abgezogen und war entzückt. Alle Kanten waren ganz sauber mit Farbe ausgefüllt.




Die Farbe, die ich verwendet habe, musste nun 6 Stunden trocknen. Das ist aber sicherlich abhängig vom Fabrikat. 



Heute Morgen habe ich die Motive dann mit dem Bügeleisen für 5 Minuten auf höchster Stufe fixiert. 

Mein Fazit: 
Das wird der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! 
Dieses Papier ist toll und auf Cheris Blog finden sich so viele Anregungen und Vorlagen (nicht nur für Jungs ;-)). Die Kinder können damit sogar selber ihre Shirts designen. 
Und es ist optimal für alle, die keine Shirts nähen möchten. Ein einfaches, gekauftes Shirt ist fix in ein ganz besonderes Unikat verwandelt.
Und für alle, die ihre Shirts selber nähen: endlich kommen mal die langweiligeren Uni-Stoffe unter die Nadel und  habe die Chance, Lieblingsstücke zu werden.

(verlinkt mit der Nerd 'n' Geek Love Linkparty)