Montag, 30. September 2013

Guck mal da! Getränkekisten zum Sitzen! (Teil 3)


Man ist unterwegs und entdeckt etwas.  Ein erfreutes und erstauntes "Guck mal da!" rutscht einem heraus.
Genau solche Dinge zeige ich Euch hier. Upcyling-Ideen von unterwegs, die mich neugierig gemacht haben. Es gibt keinen festen Termin für diese Rubrik, weil man nie weiß, wann man etwas findet. 
Ihr habt auch ein "Guck mal da!"- Teil gefunden? Super! Meldet Euch doch. Gerne zeige ich Eure Fundstücke. Vielleicht habt Ihr  auch Lust, darüber eine Gastblogger-Beitrag zu schreiben? Ich freue mich auf Eure Geschichten.



Kisten gehören definitiv zu den Dingen, die bei Menschen immer wieder den Drang auslösen, etwas daraus zu machen.  Schuhkartons, Weinkisten, Pralinenschachteln und natürlich auch Getränkekisten.  Man findet unglaublich viele Anregungen dazu.

Diese besonders schönen Exemplare habe ich vor dem kleinen Restaurant Docks im Bremer Europahafen entdeckt.  Upcycling kann sehr stylish aussehen!


Farblich passenende Holzdeckel auf den Getränkekisten ergeben Sitzgelegenheiten, die man bei Bedarf auch schnell in Beistelltische umbauen kann.


Und bei genauem Hinschauen stellt man fest, dass die Ausführung  recht simpel ist:

- Brett in der passenden Größe zuschneiden (bzw. zuschneiden lassen)
- Ecken abrunden
- Kanthölzer für die Unterseite schneiden und anschrauben - jetzt kann der Deckel nicht mehr verrutschen
- zum Schluss alles farblich passend lasieren - für den Außenbereich natürlich mit wetterfester Lasur.



Für den Innenbereich fallen mir spontan noch viele andere Gestaltungsmöglichkeiten mit Papier und Stoff ein. 

Vielleicht macht man noch ein passendes Kissen dazu?

Als Getränkekiste kann man die Kisten natürlich weiterhin nutzen. Dann wird es vielleicht eine Bar mit Sitzgelegenheit oben drauf! 

Man könnte auch Zeitschrift zusammenrollen und dort als Lesestoff verwahren.

Vielleicht habt Ihr noch eine leere Kiste in der Garage  vom letzten runden Geburtstag oder von dem Bier, das Ihr aus dem Urlaub nach Hause gebracht habt?  So ein Erinnerungsstück könnte in Szene gesetzt werden.

Oder Ihr zeigt Flagge und nutzt eine Kiste Eures Lieblingsgetränks, damit Eure Gäste gleich wissen, was sie erwartet.

So viele Möglichkeiten!

Upcycling ist einfach toll und deshalb treffen wir uns auch morgen alle bei Nina und ihrem Upcycling-Dienstag wieder. 

Seid Ihr dabei?!

Hier geht es übrigens zu einer Übersicht aller "Guck mal da!" Beiträge.

Sonntag, 29. September 2013

Herbst-Zeitlose



Wahrscheinlich ballen diese filigranen Schönheiten unter der Erde ihre Knollen wie Fäuste zusammen und möchten einfach losschreien. Immer wieder bekommen sie zu hören "Oh, hier blühen ja Krokusse. Wie schön!"

Leider können Pflanzen nicht sprechen, darum leihe ich ihnen hier meine Stimme "Wir sind Herbst-Zeitlose - keine Krokusse!"

Im meinem Garten habe ich sie nicht, weil sie ziemlich giftig sind.  Aber in den Bremer Wallanlagen in der Nähe der Wallmühle leuchten sie auf einer großen Fläche den Herbst ein.

Ich hoffe Ihr habt alle einen sonnigen Sonntag. Bei dem Wetter kann man eigentlich nur eines: raus in die Natur, Sonne tanken, Herbst gucken.

Apropos gucken: morgen gibt es bei mir  wieder 
"Guck mal da!" mit einer weiteren Upcycling-Idee von unterwegs.

 







Samstag, 28. September 2013

Morning


Wo hört der Himmel auf? Dunstschwaden auf dem Wasser und trübes Morgenlicht lassen die Grenzen verschwimmen.

Auf meinem Weg zur Arbeit genieße ich den Blick in den Himmel jetzt doppelt.


PS: Nachdem mein Kopf wieder so funktioniert wie er soll, hat sich mein Rechner einen Virus und Webcake eingefangen. Die Problemlösung zieht sich hin...




Freitag, 20. September 2013

Hagebutten


Man kann es einfach nicht mehr wegdiskutieren: wir haben Herbst.  Gestern auf dem Spielplatz konnte ich viele schöne Beeren und Hagebutten fotografieren und mir zum Schluss noch einen kleinen dicken Strauß Hagebutten mitnehmen.  Damit ist man auf der sicheren Seite, wenn Kinder im Haus sind, die evtl. heimlich naschen wollen. Die Hagebutten schmecken wahrscheinlich nicht - sind aber auch nicht giftig.




Der Strauß steht jetzt in einer alten Keksdose und leuchtet mit ihr um die Wette.  Die Porzellandose ist noch von meiner Oma aus Thüringen und kommt sonst eigentlich erst zur Adventszeit zum Einsatz. Aber eigentlich passen die Farben viel besser zum Herbst. 

Damit der Strauß in der Dose nicht auseinanderkippt, habe ich ihn ziemlich weit unten an den Stielen locker mit einem Band  zusammengebunden. So verschnürt schicke ich ihn mit vielen Grüßen zu Helga Holunderblütchen und ihrem Flower-Friday.


Donnerstag, 19. September 2013

Septembermorgen











Seit Tagen plagt mich starker Kopfschmerz und zwingt mich heute zum Stillstand.
Darum ohne große Worte meine Bilder zu Frau Pimpinellas Fotoaktion.

Eine Dahlie in Infrarot.



Mittwoch, 18. September 2013

Mini-Tutorial: Fleece-Decke

 
 
Ich mag Stoffmärkte.

Wer mag die wohl nicht!

Und das Beste ist, dass hier in Bremen am nächsten Sonntag Stoffmarkt ist. Allerdings bremst es meine Vorfreude, dass ich eigentlich noch zu viele Stoffe auf Vorrat habe.

Unter anderem lag dort eine Stück Fleece mit Flammenmuster.
Ja, da bekommt die eine oder andere Mädchenmama wahrscheinlich eine Gänsehaut. Jungsmütter hingegen werden wissend lächeln.




Schon kleine Jungs sind nämlich cool und brauchen unbedingt coole Sachen. Nach ihrem Verständis ist Bekleidung mit Flammen darauf mega cool. So ließ ich mich also dazu hinreißen, einen Meter von diesem Stoff zu kaufen. Allerdings überzeugte mich die Qualität nicht so ganz. Und die Vorstellung, bei diesem Material noch in Zeit, Geduld und einen Reißverschluss zu investieren ließ meine Nählust auf den Nullpunkt sinken.

So lag das Stück im Schrank. Aber immer wenn mein Sohn in der Nähe war und die Flammen erblickte, war er begeistert und wollte "seine Decke" haben.



So war es auch am letzten Wochenende. Das Stück Stoff landete im Kinderzimmer. Und da kam mir die Idee: Es wird tatsächlich eine kleine Decke für ihn.  Aber ein bisschen netter als einfach nur vom Ballen abgeschnitten darf es schon sein.

Und das Ergebnis: Kind zufrieden und Mama zufrieden. Ein bisschen mehr Platz ist jetzt im Schrank und ich freue mich auf meinen Sonntagsausflug.

Mittwochs mag ich - eine Aktion von Frollein Pfau.


Und so habe ich es gemacht:

Als erstes habe ich die Webkanten abgeschnitten.


 Dann habe ich die Ecken mit einem Teller abgerundet.

 


 


Für die Einfassung habe ich dann ein altes T-Shirt in 5 cm breite Streifen geschnitten.  Bei der weiteren Verarbeitung bitte darauf achten, dass der Stoff nicht gedehnt wird.
Die Streifen miteinander verbinden bis eine Länge erreicht ist, die einmal um die Decke herum reicht.


Jetzt wird dieser lange Stoffstreifen gebügelt und dabei zur Hälfte geknickt. 


Zum Einfassen wird der Stoff in das gefaltete Einfassband geschoben. Wer auf "Nummer Sicher" gehen will, steckt alles ordentlich mit Stecknadeln fest.  

Ich habe einen Zick-Zack-Stich gewählt, weil der eine elastische Naht ergibt.  Am besten testet man die Stichlänge vorher auf einem der kleinen Abfallstücke  von der abgerundeten Ecke. 



Das Einfassband kann nun ringsherum festgenäht werden. An den Rundungen muss es evtl. etwas gedehnt werden. Aber das geht ohne Probleme. Am Ende des Einfassbandes einfach ein Stück über den Anfang nähen. Das Einfassband aus Jersey kann offenkantig verarbeitet werden.




Diese kleine Decke kommt bestimmt bei einigen Rollenspielen zum Einsatz. Und sie ist so klein und weich, dass man sie in der kalten Jahreszeit gut für unterwegs z.B. für längere Autofahrten mitnehmen kann.
 

Diese Decke ist extra für einen Jungen gemacht. Darum geht sie auch noch zu Made4Boys.

Dienstag, 17. September 2013

Ein neues Zuhause für Bauer Hubert






Kennt Ihr Bauer Hubert?
Bis vor Kurzem kannte ich ihn auch noch nicht. Aber dank eines Postings von Martina von den Knuddelwuddels sind wir nun im Besitz von 9 entzückenden "Pixi"-mäßigen kleinen Büchern zum Thema Nachhaltigkeit. Die kann man ganz einfach hier bestellen bei der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe. 
Und das für Null Euro. Also ein super Deal für alle, die immer wieder neues Material zum Vorlesen brauchen.



Das Einzige was mich an solchen kleinen Büchern stört, ist die Tatsache, dass sie im normalen Bücherregal so schnell verloren gehen.   Und in Schachteln verpackt, vergisst man sie häufig.
Wenn man nähen könnte, könnte man natürlich eine Aufbewahrungshülle nähen :-).
Aber mir war gerade nicht nach nähen - und der Umschlag aus Karton, mit dem unsere Lieferung gekommen war, lachte mich so lieb an.

Also wurde er kurzerhand zum Schuber umgebaut.

Und weil das so kahl aussah, wurde der Schuber mit einem Bogen Kinderkunst beklebt und anschließend mit einer Schicht Decoupage versiegelt. Wenn man ein Kindergartenkind hat, bekommt ja fast täglich Nachschub an solchen Kunstwerken und nicht alle eignen sich für das Archiv.  Ich habe den Künstler natürlich vorher gefragt, ob ich es für diesen Zweck verbasteln darf.






Wer gerade kein Kindergartenkind griffbereit hat, kann sich auch noch mal diesen schönen Beitrag von Ghislana durchlesen. Tolle Papiere sind da entstanden. Und die Möglichkeiten der Abklatschtechnik sind schier grenzenlos.

So sieht das Ganze dann als fertiges Upcycling-Projekt aus - und darf natürlich rüber zu Nina und dem Upcycling-Dienstag und auch zum Creadienstag.



 


Sonntag, 15. September 2013

Guck mal da! Eine Upcycling-Bar! (Teil 2)



Man ist unterwegs und entdeckt etwas. 
Ein erfreutes und erstauntes "Guck mal da!" rutscht einem heraus.

Genau solche Dinge zeige ich Euch hier. Upcyling-Ideen von unterwegs, die mich neugierig gemacht haben. Es gibt keinen festen Termin für diese Rubrik, weil man nie weiß, wann man etwas findet. 

Ihr habt auch ein "Guck mal da!"- Teil gefunden? Super! Meldet Euch doch. Gerne zeige ich Eure Fundstücke. Vielleicht habt Ihr  auch Lust, darüber eine Gastblogger-Beitrag zu schreiben? Ich freue mich auf Eure Geschichten.
 


Ich zeige Euch heute "Golden City". Zugegebenermaßen ein etwas größeres Upcycling-Projekt. Golden City war in diesem Sommer eine temporäre Hafenbar am Überseehafen in der Bremer Überseestadt. Für einige Sommerwochen gab es hier Bier vom Fass und buntes Kultur-Programm. 




Das Gebäude ist komplett aus alten Teilen gebaut. Die Fassade besteht aus alten Fenstern und Türen. Das Dach aus gebrauchten Fässern.




Sich selber eine eigene Bar zu bauen wäre vielleicht etwas übertrieben. Aber ein kleines Gartenhaus im ähnlichen Stil wäre eine Überlegung wert. Reichlich alte Türen und Bauteile gibt es zum Beispiel in der Bremer Bauteilbörse über die ich Euch im Sommer schon mal berichtet hatte.



Und wer gerade keinen Bedarf an einem ganzen Haus hat, kann vielleicht einen Tisch aus altem Fass gebrauchen oder wandelt seine Handtasche in ein Pflanzgefäß um.


"Golden City" wird jetzt übrigens abgebaut und eingelagert.  Ich hoffe sehr, dass sie im nächsten Jahr wieder in auferstehen wird. 

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Hier es übrigens zu einer Übersicht aller "Guck mal da!" Beiträge.

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Freitag, 13. September 2013

Candy Coated



Mittlerweile ist es schon eine richtige Tradition:
Vor 2 Jahren habe ich für unsere kleine Nachbarin eine kleine Decke zum Spielen genäht. Im letzten Jahr habe ich für sie ein Nachthemd und Bettwäsche gefärbt und genäht.
In diesem Jahr ist sie 8 Jahre alt geworden und ich habe den Anlass genutz, um einen Quilt zu nähen.

Beim Sortieren meiner Stoffreste war mir aufgefallen, dass ich viele, viele kleine Reste in rosa und rot hatte.  In meinem Lieblings-Quiltbuch "Sunday Morning Quilts" von Amanda Jean Nyberg und Cheryl Arkison ist ein Quilt mit dem schönen Namen "Candy Coated".  Dieser Quilt war die Inspiration für meinen Quilt.

Das Schöne an diesem Buch  ist, dass man zu jedem Quilt ein paar extra Tips bekommt: "Make it yours". Und genau das habe ich getan. Ich habe die Stoffbreiten und Größen genommen, die ich in meinem Fundus vorrätig hatte. Die einzelnen Stücke wurden nach Größe vorsortiert, in gerade Streifen geschnitten und dann zu langen Bahnen genäht. Dabei habe ich die Stücke blind aus dem jeweiligen Haufen gezogen. Also kein stundenlanges Arrangieren der Farbtöne und Muster. Augen zu und durch! Diese Aktion hat eine regelrechte Schneise in meinen Vorrat an Stoffresten geschlagen.

Hier habe ich die schmalen Restreifen von diesem Baby-Quilt verarbeitet.



Hier sind es die restlichen Quadrate von diesem Babyquilt.



Für die Rückseite habe ich ein Stück von einem Damast-Bettbezug genommen.



Für das Binding fand sich auch ein passendes Stück in meinem Stoffschrank. Ich wollte einen echten Kontrast zu der  Überdosis in Rosa. 


Das Vlies ist von Freudenberg. Es ist wirklich sehr voluminös, so dass die Decke nach dem Quilten sehr bauschig aussah. Ich werde sie mir noch mal zeigen lassen, wenn sie das erste Mal gewaschen wurde. Ich denke, dass der Effekt dann etwas nachlässt.


Gequiltet habe ich zum ersten Mal frei Hand in geschwungenen Linien.



Ja, ich bin sehr zufrieden mit diesem Quilt (übrigens 1,50 m x 2,00 m). Ich finde, dass er gut zu dem kleinen Mädchen passt und hoffe, dass er sie eine Weile begleiten wird.



Amanda Jean Nyberg und Cheryl Arkison sind übrigens Blogger!
Cheryl bloggt unter Naptimequilter.blogspot.com.
Amanda Jean bloggt unter Crazymomquilts.blogspot.com.  Und dort gibt es jeden Freitag den 'Finish ist up Friday'. Dort verlinke ich mich mit meinem Quilt heute zum ersten Mal.