Dienstag, 21. Januar 2014

Origami Birds



Ich sag`s ja: man braucht nur einen Baum zu pflanzen - dann kommen auch die Vögel. 

In diesem Fall habe ich nur ein paar Birkenzweige in die Küche gestellt und es kamen 2 Origami-Vögel geflogen.





Na gut - sie kamen nicht so ganz von allein.
Ich habe sie aus Quadraten von alter Damastbettwäsche gefaltet. 

Origami aus Stoff? 
Das geht besser als ich gedacht hätte.

Nachdem ich beim Falten diverser Schachteln - nämlich hier und hier - auf den Geschmack gekommen war, wollte ich mich mal an etwas anderem versuchen.  In dem Buch "Made by Yourself" von  Peter Fehrentz wurden Origami-Vögel aus Stoff vorgestellt. Dort werden die Stoffquadrate mit Holzleim verfestigt. Aber erstens hatte ich keinen Holzleim im Haus und zweitens befürchtete ich eine größere Matscherei. Also habe ich mich für ganz normale Sprühstärke entschieden, um den Stoff in eine papierähnliche Konsistenz zu bringen.

Die Stoffstücke habe ich gründlich eingesprüht und dann trocken gebügelt. Insgesamt 3 Mal habe ich das gemacht. Dann erschien mir der Stoff gut geeignet. 
Nach dem Bügeln empfiehlt es sich, die Kanten noch einmal nachzuschneiden, da sich das Quadrat ein wenig verzieht. Und ein ordentliches Quadrat ist wichtig für ein gutes Origami-Ergebnis.

In dem oben genannten Buch findet sich seltsamerweise keine Faltanleitung für die gezeigten Vögel. Aber das WWW ist ja groß und man muss nicht lange suchen bis man eine entsprechende Anleitung gefunden hat. Ich habe mir die hier ausgesucht.

Nach dem Falten habe ich die Vögel noch einmal mit reichlich Dampf gebügelt und einen Faden zum Aufhängen befestigt.
 



Vor den Vögeln hatte ich eine kleine Schachtel aus Stoff gefaltet. Ich hatte dabei nicht genug Sprühstärke genommen, so dass sie etwas weicher ist. Aber so als Prototyp mit ein paar alten Perlmuttnöpfen macht sie sich auch ganz gut.



Ich werde mir auf jeden Fall Holzleim besorgen um noch etwas halbarere Modelle zu falten. 

Vorher schicke ich meine Vögelchen und die Schachtel aber noch zum Upcycling-Dienstag und zum Creadienstag.


Montag, 20. Januar 2014

Guck mal da! #6 mit Veranstaltungstip von der Fahrradfrau

 

Man ist unterwegs und entdeckt etwas.  Ein erfreutes und erstauntes "Guck mal da!" rutscht einem heraus.
Genau solche Dinge zeige ich Euch hier. Upcyling-Ideen von unterwegs, die mich neugierig gemacht haben. Es gibt keinen festen Termin für diese Rubrik, weil man nie weiß, wann man etwas findet. 
Ihr habt auch ein "Guck mal da!"- Teil gefunden? Super! Meldet Euch doch. Gerne zeige ich Eure Fundstücke. Vielleicht habt Ihr  auch Lust, darüber eine Gastblogger-Beitrag zu schreiben? Ich freue mich auf Eure Geschichten.


Heute freue ich mich zum ersten Mal über Besuch bei "Guck mal da!". 

Christiane - Die Fahrradfrau - hat in der letzten Woche in Osnabrück im Forum am Dom die Ausstellung "Upcycling zum Tragen und Hängen" besucht.  

Studenten der Uni Osnabrück und Langzeitarbeitslose der Möwe gGmbH präsentieren dort, was im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts zum Thema Upcycling in den vergangenen Monaten aus alten und scheinbar nutzlosen Dingen entstanden ist.  

 
Die Bilder, die Christiane von dort mitgebracht hat, sprechen für sich. Phantasievolle, kreative und auch nützliche Objekte zeugen vom Tatendrang und der Begeisterung der Beteiligten.  Eine Ausstellung, die es auf jeden Fall lohnt anzuschauen. 

Bei freiem Eintritt habt Ihr dazu noch bis zum 14.02.2014 die Gelegenheit.


Ich darf Euch hier einige Bilder zeigen, die Christiane mitgebracht hat. Wenn sie Euch gefallen und Ihr Interesse an dieser Ausstellung habt, lest auf jeden Fall den ganzen Bericht mit weiteren Fotos.

Vielen Dank für diesen Tip, liebe Christiane!

 

Sonntag, 19. Januar 2014

Guck mal da! #5 mit Kronleuchter aus Bierflaschen



Man ist unterwegs und entdeckt etwas.  Ein erfreutes und erstauntes "Guck mal da!" rutscht einem heraus.
Genau solche Dinge zeige ich Euch hier. Upcyling-Ideen von unterwegs, die mich neugierig gemacht haben. Es gibt keinen festen Termin für diese Rubrik, weil man nie weiß, wann man etwas findet. 
Ihr habt auch ein "Guck mal da!"- Teil gefunden? Super! Meldet Euch doch. Gerne zeige ich Eure Fundstücke. Vielleicht habt Ihr  auch Lust, darüber eine Gastblogger-Beitrag zu schreiben? Ich freue mich auf Eure Geschichten.

Ich habe diese Rubrik in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Aber ich habe mittlerweile einige nette Dinge auf Lager und es haben sich sogar schon andere Blogger gemeldet. Darum gibt es in nächster Zeit regelmäßiger "Guck mal da!". Ich hoffe, Ihr habt Spaß daran.


Ich war gestern mit Herrn Augusthimmel in einem Möbelhaus. Während sich unser  Kind auf einer Geburtstagsfeier vergnügte, suchten wir nach Ideen für eine Umgestaltung des Wohnzimmers.
 


Dabei fiel mit diese Lampe auf. Nein, sie wäre kein Kandidat für unser Wohnzimmer. Aber sie gab mir zu denken, wie weit es mittlerweile mit der allgemeinen Begeisterung für Upcycling gekommen ist.  Offensichtlich ist es ein Trend, den man auch mit Made in China vermarkten kann. 


 
Natürlich ist das bedenklich und befremdlich. 
Ich möchte mich an dieser Stelle nicht weiter dazu auslassen. Ich möchte Euch nur als Anregung mitgeben, dass grüne Bierflaschen von Licht durchstrahlt ein interessanter Blickfang sein können. 

Vielleicht ergibt sich daraus ja mal ein echtes Upcyclingprojekt?
Grüne Bierflaschen gibt es hierzulande ja reichlich.

Und das dürfte dann deutlich günstiger sein, als dieses Objekt.



(Die gelben Stühle auf dem Foto sind ja schön. Waren mir im Laden gar nicht aufgefallen...)

Freitag, 17. Januar 2014

Formschnitt


Vor zwei Wochen hatte ich hier den Winterjasmin gezeigt, den ich mir ins Haus geholt hatte. Nach ein paar Tagen waren die Blüten vergangen und es blieb ein Bund Buchs zurück. Zu schade zum Wegwerfen!

Er kam in ein kleines Milchkännchen und stand im Bad. Allerdings sah das Gebilde ziemlich struppig aus und so habe ich es mit der Schere in Form gebracht. Hier ein Stückchen, dort ein paar Blätter. Immer kleiner wurde der grüne Strauß und sah am Ende tatsächlich einer Buchskugel sehr ähnlich. 
Warum nicht mal eine Buchskugel im Bad? 

Schon nach ein paar Tagen zeigten sich zarte neue Blätter an der Kugel. Ich war entzückt! Und so kam es, dass ich gestern mein Doodle-Milchkännchen mit Buchs aus dem Garten dazu gestellt habe. Mal sehen, wann auch hier frische Triebe kommen.







So frisch ergrünt gehe ich nun hinüber zu Helga und dem Flower Friday. 

Ich habe zwar wieder keine Blumen in der Vase sondern nur auf der Vase - aber das kann ja nur besser werden. Nächste Woche werde ich mal einen Abstecher zum Blumenmarkt einplanen. Mir steht der Sinn nach weißen Tulpen...

Kommt gut ins Wochenende!




Donnerstag, 16. Januar 2014

Alles neu

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Alles neu.

So fühlt sich unser Badezimmer zumindest an. Obwohl ich eigentlich nicht viel gemacht habe.


Die bunte Mischung Handtücher kam raus - ein Schwung neue Handtücher in Weiß und Puderrosa kamen hinein.
Die braunen Wäsche- und Aufbewahrungskörbe habe ich gegen ein paar helle Körbe ausgetauscht.


Ein paar Dosen aus Glas und Metall - Sammelstücke vom Flohmarkt und Recyclinghof - wurden zur Aufbewahrung für Dinge, die man im Bad halt so braucht. 

 
Die Deko wurde reduziert und neu sortiert.

Dann noch einmal den Badschrank entrümpeln und gründlich putzen - und schon verbreitet unser Bad wieder Wohlfühlatmosphäre.  

 
Ich bin gespannt, was bei Euch alles neu ist - Frau Pimpinella sammelt die Fotos dazu.

Dienstag, 14. Januar 2014

Krach und Krawall - mit Tutorial


Es ist Dienstag. Upcycling-Dienstag.
Und ich habe dafür heute ein Auftragswerk zu zeigen. 

Auftraggeber ist mein Sohn, dem der weihnachtliche  Geschenkeregen auch das langersehnte Konsolenspiel beschert hat.  Nun liegen hier die dazugehörigen Figuren und brauchten dringend  einen Aufbewahrungsort.

 

Upgecycelt wurde dazu ein kostenloser Spielzeugprospekt und ein paar Verschlüsse von einer verschlissenen Regenhose. Ein paar Bögen Filz aus dem Bastelladen lagen noch in meinem Fundus.
 

Die zwei Schlüsselringe sind mal mit einem Werbeanhänger ins Haus gekommen und passten perfekt.


Erst hatte ich nur an eine Art Box gedacht, die im Kinderzimmer stehen kann. Aber wie mir mein Auftraggeber erklärt hat, will er seine Sachen auch mal mit zu einem Freund nehmen. Also wurde es doch ein Tasche - und zwar mit einem Verschluss aus Klettstreifen, damit nichts verloren gehen kann.


Rot ist echt schwierig zu fotografieren. Ich hoffe, Ihr könnt sehen, was ich meine.

Damit ist der Verschluss an der Vorderseite fast überflüssig. Aber ich fand es einfach stylisher damit. Und sicher ist sicher!

Mit meiner Spielzeugtasche verlinke ich mich auch noch beim Creadienstag und bei Made4Boys.

Mein Auftraggeber war übrigens sehr zufrieden mit meiner Arbeit und mir hat es Spaße gemacht, mal wieder etwas für meinen Kleinen zu nähen.

Falls Euch die Tasche auch gefällt, kommt jetzt die genaue Anleitung. Dadurch, dass ich Bastelfilz verwendet habe, ist sie  relativ einfach zu nähen. Kein Versäubern, kein Futter in der Tasche und offenkantige Nähte sorgen dafür, dass man gut voran kommt.

Zunächst die Aufnäher.

Dafür kann man Prospekte, Comics, Broschüren und jedes andere Papier nehmen, das Euch gefällt. 


Zuerst wird das Motiv ausgeschnitten:


Dann die Motive in eine Laminierfolie einlegen. Auf ausreichenden Abstand zwischen den Motiven achten! Dann einmal durch das Laminiergerät ziehen und schon hat man eine schöne bunte Folie.


Jetzt wird wieder ausgeschnitten. Dabei unbedingt genug Abstand zwischen dem Papiermotiv und dem Rand lassen. Dieser Rand muss breit genug sein, damit das Motiv später aufgenäht werden kann.


Ich habe diese Art der Aufnäher schon mehrmals ausprobiert. Es funktioniert wirklich gut auf Filzbögen, die es in jedem Bastelladen gibt. Wer mag kann ja mal gucken:
Hier habe ich Joghurt für die Kinderküche damit gebastelt.


Und hier seht Ihr ein bisschen laminiertes Obst, Gemüse und Kuchen für die Kinderküche.


Genug laminiert. Jetzt wird genäht.

Neben den Aufnähern braucht Ihr noch 3 Bögen Bastelfilz, zwei Schnapp-Verschlüsse, 1 Streifen Klettband (ca. 20 cm). Und zwei Schlüsselringe, die es nicht auf das Foto geschafft haben.


Zuschneiden:

Ihr müsst keine gesonderten Nahtzugaben hinzufügen.
 
- 1 Bogen wird in voller Größe benötigt.
- Für den Taschenbeutel wird ein Rechteck von 30 cm x 20 cm zugeschnitten. 
- Für die Taschenklappe wird ein Zuschnitt von 21 cm x 30 cm zugeschnitten.
- Für die Verschlusslaschen braucht man 4 Streifen von jeweils 3 cm x 30 cm.
- Für die  Aufhänger zwei Streifen 3 cm x 9 cm zuschneiden.
- Für den Umhängegurt ca. 3 Streifen x 30 cm zuschneide und je nach Wunschlänge anpassen.


Nähen:

(Beim Nähen bitte besonders auf das darauf achten, dass an den Nahtenden die Naht durch Vor- und Zurücksteppen sorgfältig  gesichert wird. Als Nahtzugabe habe ich 1 cm eingeplant.)

Das Rechteck für den Taschenbeutel (20 cm x 30 cm) wird mit der 30 cm - Seite an einen kompletten  Bogen Filz genäht.  Die Naht bitte mit Bügeleisen und einem Tuch darüber auseinanderbügeln. 

Es ist ein großes Rechteck von ca. 30 cm x 64 cm entstanden.   Das größere Teilstück wird in seiner Mitte eingeschlagen und die Mitte  mit einer Stecknadel markiert. Das ist später die vordere Mitte der Tasche. Man kann so die Aufnäher besser platzieren.


Und genau das kommt auch als nächster Schritt. Die Aufnäher platzieren und mit kleinen Ringen Tesafilm aufkleben. Je mehr Klebestellen, desto besser hält das Motiv und kann aufgenäht werden.

Bitte darauf achten, dass ungefähr 6 cm Abstand zur unter Kante bleiben.


 
Wenn alles aufgenäht ist, wird das Rechteck zu einer Röhre zusammengenäht.  Die offenkantige Naht mit dem Bügeleisen etwas dämpfen. Unbedingt dabei ein Tuch unterlegen! Sonst schmilzt alles.


Als nächstes werden die unteren  Laschen für die Verschlüsse vorbereitet. Dazu 2 Streifen schneiden (3 cm x 30 cm) und jeweils das Unterteil der Verschlüsse annähen. Anschließend auf eine Gesamtlänge von jeweils 20 cm kürzen.


Dann kann die untere Kante der "Röhre" (also die Unterseite der Tasche) offenkantig zugenäht werden. Die beiden Streifen mit den Verschlüssen werden mitgefasst.
Bitte darauf achten, dass die vorhin markierte Mitte nicht verrutscht. 

Die Rückseite der Tasche sieht dann mit den beiden offenkantigen Nähten geheftet so aus:


Die fertige Naht an der Unterseite wird dann aufgefaltet und die Ecken werden abgesteckt und ebenfalls offenkantig abgesteppt:


Anschließend kann die überstehende Ecke ca. 1 cm neben der Naht abgeschnitten werden

Nun wird der Streifen Klettverschluss direkt an die obere Kante der Tasche genäht. 


Jetzt fehlt noch die Klappe. Dazu werden zunächst die beiden oberen Teile der Schnappverschlüsse wieder an die Streifen aus Filz genäht und auf eine Gesamtlänge von ca. 23 cm gekürzt.


Die Taschenklappe (21 cm x 30 cm) wird auf die Rückseite der Tasche geheftet. Sie wird dann direkt neben die Naht der Klettverschlüsse genäht.
Dabei werden die beiden Laschen mit den Verschlüssen mitgefasst.


 So sieht es von der anderen Seite aus:



Für den Umhängegurt werden jetzt 2 kleine Stücken Filz (jeweils 3 cm x 9 cm) in der Mitte quer gefaltet und auf der Rückseite aufgesteppt.



In die fertige Lasche kommt dann ein Schlüsselring.



Weitere Streifen (3 cm x 30 cm) werden zu einem Gurt in Wunschlänge verbunden. Die beiden Enden werden umgeschlagen und ebenfalls durch die Schlüsselringe gezogen.


Der Klettschluss kann geschlossen werden.
Der Schnappverschluss kann auf der Vorderseite über Kreuz geschlossen werden.
Die Tasche ist fertig.