Samstag, 31. Dezember 2016

Ein Jahr geht zu Ende ... mit einer Decke




Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man das alte Jahr so beenden soll, wie man das neue beginnen möchte. OK. Hab ich gemacht!

Die Advents- und die Weihnachtszeit war bei uns mal wieder so vollgepackt, dass es schon wieder stressig wurde.  Einfach mal in Ruhe für mich nähen war da nicht drin. 



Aber im Geiste spulte ich schon ein paar Projekte für das nächste Jahr durch und da wird  mein völlig überfülltes Nähzimmer eine große Rolle spielen.  Ich sortierte also hin und wieder die eine oder andere Kiste in diesem Zimmerchen. Und da kam ich dann zu der Kiste mit der Aufschrift "Cord". Es waren lauter kleine und mittlere Cordreste darin, die sich im Laufe der Jahre hier so angesammelt haben: uni und gemustert, fein und grob, mit Stretch und ohne. Eine bunte Überraschungskiste!



Aber von dieser Art Kiste habe ich schon genug und so überlegte ich, was ich damit anfangen sollte. Also erstmal alles in Quadrate zu 15 x 15 cm schneiden. Quadrate sind immer gut, oder?! Die Reste danach waren mir immer noch zu groß zum Wegschmeißen, so dass ich nun noch Streifen von 6 x 15 cm schnitt, die man ja auch prima zu Quadraten vernähen kann. So als Stapel sah alles schon wieder viel ordentlicher aus. Und wie das so ist ... ich fing an damit zu spielen ... schob die Quadrate hin und her ... und schließlich nähte ich sie zusammen ... mehr oder weniger ohne Plan ... wie es halt gerade kam.

Der Stoff mache es mir dabei nicht gerade leicht! Er verschob sich hier und wellte sich dort. Und schließlich hatte ich alles zusammen, nicht überall perfekt aber doch harmonisch.

Nach den Schweirigketien beim Patchen verzichtete ich auf ein Vlies und darauf,  die Decke zu quilten. Mit einen Stück Babycord vom Stoffmarkt einfach rechts auf rechts genäht und gewendet. Einige Punkte habe ich dann abgesteppt - statt Quilting.  Die Decke ist auch so schwer genug und nicht zu dick, wenn ich sie in der nächsten Zeit als Lesedecke benutzen werde. Lesestoff hat mir der Weihnachtsmann ja gebracht!





Ich bin froh, dass ich dieses Jahr nun doch noch mit einem fertigen Teil beenden konnte. Diese Decke steht für mich als eine Art Symbol für vieles, was ich im nächsten Jahr machen möchte: Sachen nutzen, die man im Haus hat, kleine Projekte zeitnach beenden ;-), improvisieren, spielen, intuitiv gestalten ... und lesen.

2016 war nicht mein bestes Jahr. 
Ich freue mich daher wirklich, wirklich auf 2017.

Möge es für uns alle ein besonders schönes, buntes, spannendes Jahr werden! 
Kommt gut rein! 

Seid herzlich gegrüßt - Eure Kirstin.




(...verlinkt mit Crazymomquilts)

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Das Gesamtbild der Decke ist leider unscharf - muss ich noch mal in besserer Qualität nachreichen ... aber momentan will der Rechner nicht immer so wie ich. Und die Kamera kann er auch nicht leiden. Blödes Ding! Da müssen wir nächstes Jahr mal ein ernstes Wort reden. Sonst wird er ersetzt. So!

Freitag, 18. November 2016

DIY gegen den Novemberblues: Gewachste Papiersterne





Schon vor einigen Wochen hatte Dorthe von lalala Patchwork mich eingeladen, bei Ihrer Blogparade DIY gegen Novemberblues mitzumachen. Es war noch Sommer, die Sonne schien und die Bäume waren grün. Und die Gedanken an einen November mit all seinen ungemütlichen Seiten waren noch sehr, sehr fern.

Und nun ist er da. Und man könnt wirklich drauf verzichten, oder?! Grau, kalt, ungemütlich. Wenn man nicht unbedingt hinaus muss, bleibt man lieber drinnen im Warmen. 
Aber die Stubenhockerei hat auch Ihre guten Seiten, denn der Advent ist nicht mehr weit! Und dafür gibt es das eine oder andere vorzubereiten!

Für meinen kleinen Beitrag zum DIY gegen Novemberblues habe ich mir deshalb etwas ausgesucht, das zur Adventsvorbereitung passt und das eigentlich jeder kennt: Papiersterne schneiden.


Ich schneide eigentlich in jedem Jahr welche aus. Man kann sie so vielfältig verwenden! 

Ob mit Tesafim am Fenster oder mit einem zarten Band an ein paar Zweigen befestigt - sie sehen eigentlich immer schön aus. Geschenkanhänger, Wanddekoration, mehrere zu einer Girlande oder Tischdeko. Alles geht!

In diesem Jahr habe ich mir Sterne aus alten Buchseiten gebastelt.     
Und das Besondere daran ist, dass ich sie mit Wachs überzogen habe. Das gibt Ihnen einen ganz besonderen pergamentartigen Look und eine angenehme Haptik. Sie sind auch wesentlich robuster dadurch.  Das Papier wird transparent und die Buchstaben der Rückseite schimmern durch.



Meiner Schwester hatte ich vor Jahren mal einen ganzen Schwung davon gebastelt. Daher weiß ich, dass man sie tatsächlich einige Jahre immer wieder verwenden kann.




Und so geht es:

Aus dem vorhandenen Papier - bei mir also alte Buchseiten werden Quadrate zugeschnitten. Diese in der Mitte falten, noch mal in der Mitte dann noch ein drittes Mal in der Mitte falten. Es gibt durchaus noch andere Methoden, um den Rohling zu falten, aber dies ist die einfachste. Und ich mag einfache Sachen ;-)!


Ich hatte mir gleich einen ganzen Schwung vorbereitet und habe es mir damit auf dem Sofa bequem gemacht. Mit einer spitzen Schere habe ich dann einfach nach Gefühl ausgeschnitten. Das kann man sogar beim Fernsehen machen. Es ist auch nicht schlimm, wenn bei diesem improvisierten Basteln ein Stern mal nicht so toll wird. Man braucht ja nur die verwenden, die einem gefallen. 


Und eines steht fest: auf diese Art und Weise bekommt Ihr Sterne, die wirklich Unikate sind. Keiner gleicht dem anderen. 



 (Ihr könnt Euch natürlich auch Schnittmuster aus dem Internet suchen und die Sterne mit einem Bleisitft vorzeichnen. Aber ich rate Euch, es ruhig einfach mal ohne auszuprobieren.)

Die Sterne werden aufgefaltet und dann gebügelt. Probiert ruhig an einem Teststück aus, wie warm Euer Bügeleisen werden darf, ohne dass das Papier Schaden nimmt. Bei diesem festeren Papier aus dem alten Buch konnte ich tatsächlich auf Stufe 3 bügeln. Je wärmer das Bügeleisen, um so glätter wird der Stern. (Ich lege die frisch gebügelten Sterne übrigens in ein Buch so lange sie noch warm sind. Dann bleiben sie schön glatt.)



Und jetzt kommt der Teil, der die Sterne zu etwas ganz Besonderem macht! Sie werden gewachst.

Ich habe dazu ein paar alte Kerzen in einem Topf geschmolzen. Die Sterne werden einzeln komplett eingetaucht, so dass sie gut mit flüssigem Wachs durchtränkt sind. 



Mit einem Holzstab habe ich sie aus der heißen Flüssigkeit geangelt und zunächst über dem Topf abtropfen lassen. Als die Wachsschicht trocken war - aber noch leicht warm - habe sie wieder in ein Buch zum Trocknen und Pressen gelegt.


Fertig!

Ihr könnt jetzt entscheiden, wofür Ihr Eure Sterne verwenden wollt. Meine haben erstmal ein kleines Band zum Aufhängen bekommen. Mal schaun, wo ich sie dann dekorieren werde.

Bei Dorthe gab es in diesem Monat schon einige andere Beiträge. Schaut doch mal bei Ihr vorbei! Eine Zusammenfassung der ersten Beiträge der ersten Woche gibt es hier und der zweiten Woche hier.







Montag, 17. Oktober 2016

Getestet: Stoff färben mit Tee


Es ist schon eine Weile her, da hatte ich kleine Quadraten aus Damastbettwäsche und aus dem Apfelstoff von Graziella zugeschnitten und gepatcht. Es sollten 3 herbstliche Tischsets für uns werden. Das Ergebnis fand ich dann irgendwie langweilig. Außerdem wurde mir klar, dass es keine gute Idee ist, ausgerechnet weißen Stoff für ein Tischset zu vernähen. 

Im Geiste sah ich mich an Flecken von Tomatensauce und Kaffee herumsschrubben ...


So kam ich auf die Idee, die vorgenähten Stoffe einzufärben. 

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man Stoffe mit schwarzem Tee färben kann. Den hatte ich im Haus und konnte gleich loslegen! Einen großen Topf habe ich genommen und  viele Beutel schwarzen Tee. Darin köchelte mein Stoff für ca. 4 Stunden. Danach habe ich den Stoff noch ziehen lassen. Insgesamt schwamm er ca. 24 Stunden im Tee. 

Natürlich habe ich immer wieder umgerührt, damit die Farbe schön gleichmäßig wird.

Zum Schluss wurde der Stoff gut gespült und bekam ins letzte Spülwasser einen großen Schuss Essig.


Das Ergebnis hat mich dann aber doch überrascht. 

In nassem Zustand sah der Stoff sehr dunkelbraun, fast schokoladig aus. Aber nach dem Trocknen blieb nur ein helles Milchkaffee-Braun übrig. Nicht schlecht, aber so richtige Begeisterung löste das bei mir nicht aus.
 

Auch die Farbe der Äpfel war nicht so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Ich habe dann noch versucht, mit Textilfarbe etwas darauf zu drucken. Aber das Ergebnis was so ... nunja ... unschön, dass ich es Euch gar nicht zeigen mag. Bei anderen sieht das immer so einfach aus und irgendwie cool. Mixed Media - Ihr wisst, was ich meine, oder?! 

Ein wenig frustriert, habe ich dann aus den restlichen Stoffen zwei Beutel genäht. Mit weißem Futter (Damastbettwäsche), etwas weißer Spitze  und einem Gummizug. Ich werde diese Beutel verwenden, wenn ich jetzt die letzten Sommersachen verstaue. Ein Paar Schuhe passt da gut rein. 

 
So bin ich am Ende doch ganz zufrieden mit meinem Werk und meine Arbeit war nicht umsonst.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich noch einmal mit Tee färbe. 

Es gibt bestimmt Projekte, wo dieser Farbton gut passen würde. Die Wirkung bei Damast hat mir richtig gut gefallen. Das Muster erscheint sehr schön plastisch. Vielleicht nähe ich mal Servietten aus alter Bettwäsche? Man könnte auch leicht vergilbter Weißwäsche mit Tee einen schönen natürlichen Ton geben. 


Das  Färben mit schwarzem Tee hat so seine Vorteile:
- preiswerte und ungiftige Farbe, die man immer im Haus hat
- Arbeitsgeräte und Arbeitsumgebung wird nicht durch Farbe verunreinigt
- gleichmäßige Färbung
- natürlicher Farbton

Und falls der Ton nach ein paar Wäschen nicht mehr so intensiv sein sollte, färbt man eben einfach nach.
 


Mit meinem kleinen Experiment verlinke ich mich beim Modern Patch Monday und auch bei Utes Taschensammlung 123-Nadelei / Nix Plastik.


 

Montag, 3. Oktober 2016

Mein bunter Start in den Oktober



Ach, ist es nicht herrlich, wenn die Woche mit einem Feiertag beginnt?!  Ich hoffe, Ihr alle könnt den Tag heute mit etwas Schönem verbringen. 

Ich gehe heute mit meiner Familie auf den Herbstmarkt in der Überseestadt. Dort ist ein Töpferstand, an dem ich schon einige Male außergewöhnliche Stücke entdeckt habe. Und wisst Ihr was: das sind nicht etwa die goßen Töpfermeister, die dort Ihre Werke verkaufen. Es sind Sachen von der Blaue Karawane e. V. . Die coolsten Teile findet man dort in der Schnäppchenkiste. Ehrlich!! Frei geformte kleine Schälchen, etwas krumm, eigenwillig. Mit einer Glasur, die zwar auch etwas unregelmäßig ist, aber gerade dadurch einen ganz besonderen Charme hat.  Dies nur so als Tip ....


Zeigen wollte ich Euch heute meine neue Shoppingtasche. Sie ist eher zufällig und ungeplant entstanden. Denn eigentlich wollte ich gestern vormittag meinen Stoffvorrat sichten und sortieren. Eigentlich... Dann fand ich eine Tüte mit Wachstuchresten. Die waren irgendwann mal in einem Stoffrestepakt gewesen, das ich bei ebay ersteigert hatte.

Ach ...  und wie sie da so lagen und mich anlachten, brachte ich es nicht übers Herz, sie wieder zu verstauen. Also hab ich die kleinen Streifen erstmal nach Größe sortiert und zu Rechtecken vernäht. Diese dann passend arrangiert und zu einem großen Rechteck zusammengefügt.  




Einfache Abnäher am Taschenboden sorgen für Tiefe, gefüttert ist die Tasche mit einem Reststück Baumwollstoff.



Für die Henkel habe ich einen Bund einer ausrangierten Jeans genommen. Er war schon abgetrennt und hatte halbiert genau die richtige Länge für Taschengriffe. 







Und dadurch, dass der Bund so ein bisschen wie ein Formbund war, liegen die Griffe richtig gut in der Hand.


Meine Tasche schicke ich mit vielen Grüßen hinüber zum Modern Patch Monday , zu Utes Taschensammlung 123-Nadelei / Nix Plastik , Crazymomquilts und zu Stitchydoo`s Mount Denime Adé -  und nehme sie später mit auf den Markt. 

Zum Keramikeinkauf!




Montag, 26. September 2016

Wie ich aus zwei Tetrapacks ein Utensilio nähte

   
Ihr habt bestimmt alle schon mal ein Utensilio genäht oder? 
Vermutlich sogar schon das ein oder andere mehr. Sind ja auch praktisch diese Dinger. Zum Verschenken, zum Ordnung halten, als Blumenvasenumhüllung oder zum schnell mal einen frischen Farbtupfer in den Raum Zaubern. 


 


Ich habe heute auch ein Utensilio genäht. Aber diesmal nicht aus Stoff. 

Nein, es war mal wieder Zeit für ein kleines Upcycling-Projekt, das mir schon eine Weile im Kopf herumspukte. Ich habe für mein Upcycling-Utensilio genau zwei leere Milchverpackungen verwendet. Sieht nicht nach leerer Milchtüte aus, oder ?!
Es war nicht so einfach zu vernähen wie Stoff. Aber es geht! So ähnlich wie laminierter Stoff würde ich sagen...

Und es ist sehr stabil! Auch ohne extra Verstärkung durch ein Vlies.


Die Innenseite ist abwaschbar. Es war vorher die Innenseite der Tetrapacks. 
Die Außenseite ist das dicke Papier (oder Pappe?) das sich zwischen der silberfarbenen Innenseite und der farbig bedruckten Außenhülle befindet. 



Man könnte diese braune Papierseite also auch noch bemalen oder bestempeln. 

Das ist mein erstes Utensilio aus Tetrapacks und quasi der Prototyp. Beim nächsten Mal werde ich noch ein bisschen Experimentieren. Vielleicht könnte man noch etwas Größeres daraus nähen? So einen richtigen Sack als Papierkorb vielleicht?

Ich fange einfach schon mal an, Tetrapacks zu sammeln...



So hab ich es gemacht:

Vom Tetrapack  oben und unten die Kanten abschneiden, dann die Naht an der Rückseite aufschneiden. Die kleinen Stücke kommen in den gelben Sack. Übrig bleibt ein großes Rechteck.


Das wird mit Wasser und Seife von beiden Seiten gereinigt und trocken gerieben. 
Dann geht es los: knautschen, kneten, falten, knuddeln. Das Material kann man wie einen Teig auf der Arbeitsplatte ordentlich durchkneten! Auch mal wie einen Fächer falten und zwirbeln. Alles ist erlaubt!


Nur an den Kanten vorsichtig sein. Die reißen leicht ein. Vor allem da, wo vorher der Tetrapack verklebt war. Das sieht dann so aus:


Wenn man den Tetrapack lange genug bearbeitet hat, wird das Material immer weicher. Und irgendwann sieht man am Rand, dass sich die obere von der unteren Schicht löst.  Dann kann man die beiden Schichten ganz leicht voneinander trennen. Aber nicht mit Gewalt ziehen! Wenn es zu schwer geht, lieber noch mal durchkneten.


Die beiden Teile werden nun mit der Hand schön glatt gestrichen. 
Mit einem zweiten Tetrapack geht man genau so vor und hat dann 4 Teile vor sich liegen. Jeweils 2 werden an den langen Seiten zusammengenäht und zwar rechts auf rechts. Also einmal Silberseite auf Silberseite und einmal braune Seite auf braune Seite.


Man erhält dann zwei große Stücken, deren lange Seite jeweils begradigt und dann zusammengenäht wird.


Dieses große Stück wird quer gefaltet, die Kanten erneut begradigt. Alle 3 offenen Kanten werden jetzt zusammengenäht. An der langen Kante aber eine ausreichend große Wendeöffnung lassen! Diese sollte größer sein, als man sie üblicherweise bei Utensilios lässt. Man bekommt sonst Probleme bem Wenden des steifen Manterials.

Nun in die vier Kanten Abnäher nähen, diese abschneiden und den Schlauch wenden. Das ist mit Abstand der kniffeligste Teil! Man muss schon sehr vorsichtig und geduldig sein. Das Material ist störrisch!


Wenn das geschafft ist, wird die Wendeöffnung von Hand  mit einer unsichtbaren Naht geschlossen. Ich würde dafür beim nächsten Mal einen festeren Faden als normales Nähgarn nehmen.

Fertig!

(Ich orientiere mich übrigens immer an der Anleitung von Steffi / Kreativ oder Primitv. Das ist meiner Meinung nach die allereinfachste Art ein Utensilio zu nähen)


... und ab damit zum Creadienstag :-)!

Donnerstag, 22. September 2016

Herbstliches Farbspiel für die Küche



Da hab ich doch in den letzten Tagen mehrfach gelesen, dass es Leute gibt, die die Farben Gelb und Orange nicht leiden können.


Also so gar nicht. 

Finden sie einfach doof.


Für mich stehen diese Farben für Sonne und Wärme. Ja, klar - auch für Herbst. 

Aber auch wenn ich grundsätzlich pro Gelb/Orange eingestellt bin, schaute ich doch etwas ratlos auf die Stoffreste, die mir das Schicksal in Form eines Überraschungspakets der lieben Nähmarie von Stoffreich da ins Haus trug. (Es ist übrigens dasselbe Paket in dem sich auch die Retro-Markisenstoffe meiner Origami Market Bag befanden.)

Aber ich liebe ja Herausforderungen! Und so schob ich die Stoffstückchen eine Weile hin und her und von einer Ecke in die andere... 

Es waren Frottee-Stoffe aus den Siebzigern. Also nicht richtig Frottee wie wir es heute kennen. Es war nur auf einer Seite etwas flauschiger. Ich glaube, damals hat man auch Übergardinen aus solchem Material gemacht.  Glücklicherweise war es nicht sehr viel Stoff. Das grenzte die Möglichkeiten ein.  Und irgendwann stand dann fest: das wird ein Küchentuch.




Das Zeug fusselte wie verrückt! Und weil ich nicht wollte, dass sich über Wochen immer neue Fussel vom Handtuch im Haus verteilen, habe ich die Nähte sehr gründlich versäubert. Mit einer Kappnaht. Man kann auch Fränzösische Naht dazu sagen - klingt ja gleich viel eleganter! Und sieht auch elganter aus als eine normale, versäuberte  Naht.




Eigentlich wird diese Art der Versäuberung für sehr feine Stoffe wie Seide empfohlen. Aber auch bei meinem Fusselstoff tat sie was sie sollte: eine saubere Rückseite zaubern und die Fussel im Zaume halten.


(Anleitungen für eine Kappnaht gibt es z.B. bei Pattydoo oder auch bei Farbenmix.)

Eingefasst wurde mein kleines Handtuch wie ein Quilt mit einem Einfassband.



Ich feiere mit meinem Küchentuch den Herbst und seine gelb-orange Farbenpracht und schicke es später noch hinüber zu RUMS (ehrlich, das ist nur für mich - meine beiden Jungs vergreifen sich kaum oder eher zufällig an Küchentüchern ... ;-)).


Und da es auch Upcycling ist, geht auch zu Gustas Upcyclingsammlung.

Genießt den Herbst und seid herzlich gegrüßt!

Eure Kirstin