Montag, 26. September 2016

Wie ich aus zwei Tetrapacks ein Utensilio nähte

   
Ihr habt bestimmt alle schon mal ein Utensilio genäht oder? 
Vermutlich sogar schon das ein oder andere mehr. Sind ja auch praktisch diese Dinger. Zum Verschenken, zum Ordnung halten, als Blumenvasenumhüllung oder zum schnell mal einen frischen Farbtupfer in den Raum Zaubern. 


 


Ich habe heute auch ein Utensilio genäht. Aber diesmal nicht aus Stoff. 

Nein, es war mal wieder Zeit für ein kleines Upcycling-Projekt, das mir schon eine Weile im Kopf herumspukte. Ich habe für mein Upcycling-Utensilio genau zwei leere Milchverpackungen verwendet. Sieht nicht nach leerer Milchtüte aus, oder ?!
Es war nicht so einfach zu vernähen wie Stoff. Aber es geht! So ähnlich wie laminierter Stoff würde ich sagen...

Und es ist sehr stabil! Auch ohne extra Verstärkung durch ein Vlies.


Die Innenseite ist abwaschbar. Es war vorher die Innenseite der Tetrapacks. 
Die Außenseite ist das dicke Papier (oder Pappe?) das sich zwischen der silberfarbenen Innenseite und der farbig bedruckten Außenhülle befindet. 



Man könnte diese braune Papierseite also auch noch bemalen oder bestempeln. 

Das ist mein erstes Utensilio aus Tetrapacks und quasi der Prototyp. Beim nächsten Mal werde ich noch ein bisschen Experimentieren. Vielleicht könnte man noch etwas Größeres daraus nähen? So einen richtigen Sack als Papierkorb vielleicht?

Ich fange einfach schon mal an, Tetrapacks zu sammeln...



So hab ich es gemacht:

Vom Tetrapack  oben und unten die Kanten abschneiden, dann die Naht an der Rückseite aufschneiden. Die kleinen Stücke kommen in den gelben Sack. Übrig bleibt ein großes Rechteck.


Das wird mit Wasser und Seife von beiden Seiten gereinigt und trocken gerieben. 
Dann geht es los: knautschen, kneten, falten, knuddeln. Das Material kann man wie einen Teig auf der Arbeitsplatte ordentlich durchkneten! Auch mal wie einen Fächer falten und zwirbeln. Alles ist erlaubt!


Nur an den Kanten vorsichtig sein. Die reißen leicht ein. Vor allem da, wo vorher der Tetrapack verklebt war. Das sieht dann so aus:


Wenn man den Tetrapack lange genug bearbeitet hat, wird das Material immer weicher. Und irgendwann sieht man am Rand, dass sich die obere von der unteren Schicht löst.  Dann kann man die beiden Schichten ganz leicht voneinander trennen. Aber nicht mit Gewalt ziehen! Wenn es zu schwer geht, lieber noch mal durchkneten.


Die beiden Teile werden nun mit der Hand schön glatt gestrichen. 
Mit einem zweiten Tetrapack geht man genau so vor und hat dann 4 Teile vor sich liegen. Jeweils 2 werden an den langen Seiten zusammengenäht und zwar rechts auf rechts. Also einmal Silberseite auf Silberseite und einmal braune Seite auf braune Seite.


Man erhält dann zwei große Stücken, deren lange Seite jeweils begradigt und dann zusammengenäht wird.


Dieses große Stück wird quer gefaltet, die Kanten erneut begradigt. Alle 3 offenen Kanten werden jetzt zusammengenäht. An der langen Kante aber eine ausreichend große Wendeöffnung lassen! Diese sollte größer sein, als man sie üblicherweise bei Utensilios lässt. Man bekommt sonst Probleme bem Wenden des steifen Manterials.

Nun in die vier Kanten Abnäher nähen, diese abschneiden und den Schlauch wenden. Das ist mit Abstand der kniffeligste Teil! Man muss schon sehr vorsichtig und geduldig sein. Das Material ist störrisch!


Wenn das geschafft ist, wird die Wendeöffnung von Hand  mit einer unsichtbaren Naht geschlossen. Ich würde dafür beim nächsten Mal einen festeren Faden als normales Nähgarn nehmen.

Fertig!

(Ich orientiere mich übrigens immer an der Anleitung von Steffi / Kreativ oder Primitv. Das ist meiner Meinung nach die allereinfachste Art ein Utensilio zu nähen)


... und ab damit zum Creadienstag :-)!

Donnerstag, 22. September 2016

Herbstliches Farbspiel für die Küche



Da hab ich doch in den letzten Tagen mehrfach gelesen, dass es Leute gibt, die die Farben Gelb und Orange nicht leiden können.


Also so gar nicht. 

Finden sie einfach doof.


Für mich stehen diese Farben für Sonne und Wärme. Ja, klar - auch für Herbst. 

Aber auch wenn ich grundsätzlich pro Gelb/Orange eingestellt bin, schaute ich doch etwas ratlos auf die Stoffreste, die mir das Schicksal in Form eines Überraschungspakets der lieben Nähmarie von Stoffreich da ins Haus trug. (Es ist übrigens dasselbe Paket in dem sich auch die Retro-Markisenstoffe meiner Origami Market Bag befanden.)

Aber ich liebe ja Herausforderungen! Und so schob ich die Stoffstückchen eine Weile hin und her und von einer Ecke in die andere... 

Es waren Frottee-Stoffe aus den Siebzigern. Also nicht richtig Frottee wie wir es heute kennen. Es war nur auf einer Seite etwas flauschiger. Ich glaube, damals hat man auch Übergardinen aus solchem Material gemacht.  Glücklicherweise war es nicht sehr viel Stoff. Das grenzte die Möglichkeiten ein.  Und irgendwann stand dann fest: das wird ein Küchentuch.




Das Zeug fusselte wie verrückt! Und weil ich nicht wollte, dass sich über Wochen immer neue Fussel vom Handtuch im Haus verteilen, habe ich die Nähte sehr gründlich versäubert. Mit einer Kappnaht. Man kann auch Fränzösische Naht dazu sagen - klingt ja gleich viel eleganter! Und sieht auch elganter aus als eine normale, versäuberte  Naht.




Eigentlich wird diese Art der Versäuberung für sehr feine Stoffe wie Seide empfohlen. Aber auch bei meinem Fusselstoff tat sie was sie sollte: eine saubere Rückseite zaubern und die Fussel im Zaume halten.


(Anleitungen für eine Kappnaht gibt es z.B. bei Pattydoo oder auch bei Farbenmix.)

Eingefasst wurde mein kleines Handtuch wie ein Quilt mit einem Einfassband.



Ich feiere mit meinem Küchentuch den Herbst und seine gelb-orange Farbenpracht und schicke es später noch hinüber zu RUMS (ehrlich, das ist nur für mich - meine beiden Jungs vergreifen sich kaum oder eher zufällig an Küchentüchern ... ;-)).


Und da es auch Upcycling ist, geht auch zu Gustas Upcyclingsammlung.

Genießt den Herbst und seid herzlich gegrüßt!

Eure Kirstin

Dienstag, 20. September 2016

DIY: neuer Look für alte Kisten


In der letzten Woche hatte ich Euch gezeigt, wie ich ganz normalen Blechdosen einen richtig schönen Shabby-Style verpasst habe.

Heute geht es weiter mit meinen kleinen Basteleien für unser Gartenhaus ... aka Spielhaus ... aka Naturforscherstation :-).  Der Look passt so schön in den Herbst und man kann antik aussehende Kisten ja auch im Haus schön befüllen und dekorieren.




Mandarinenkisten aufzuhübschen ist mittlerweile ein echter Bastel-Klassiker. 

Aber nicht nur Madarinenhändler haben diese Kisten für sich als optimale Verpackung entdeckt. Auch - wie in meinem Beispiel - Erdbeer- und Blumenzwiebelverkäufer nutzen diese kleinen Kisten für ihre Produkte. 


Und natürlich hebe ich diese Kisten auf! Was würdet ihr denn sonst machen?!




Rucki-zucki gestrichen sind die Holzkisten mit Acrylfarbe. Die gibt ihnen auch ein tolles mattes Finish und braucht nicht extra lackiert werden.

Hier habe ich Reste vom letzten Faschingskostüm einfach gemischt. Braun, Grün, Schwarz, Weiß. Von jeder einzelnen Farbe hatte ich nur noch einen Rest, der nicht ausgereicht hätte für beide Kisten. Also ab damit in ein Glas und kräftig rühren, rühren, rühren.

Herausgekommen ist eine warmes, erdiges Dunkelgrün. Perfekt für mein Projekt!

Nach dem Streichen habe ich mit einem Kastanienbohrer ein paar kleine Löcher vorgebohrt ( nur ein winziges Stückchen ...). In diese Löcher habe ich kleine Messingnägel geschlagen, die ich noch vorrätig hatte. Kleiner Aufwand, aber ein guter Effekt wie ich finde!



Um alles perfekt abzurunden habe ich dann noch diese messingfarbenen Etikettenhalter angeschraubt . Da waren farblich passende Mini-Schrauben glücklicherweise gleich dabei (Etikettenhalter gibt es übrigens online für ca. 12€ / 20 Stück ...  )

Ich habe nun also noch 18 Etikettenhalter für weitere Projekte und in einem Schraubglas noch den Rest von der selbst gemischten einzigartigen Farbe. Da kann noch was draus werden ... ;-)

Ich verlinke mich damit beim heutigen Creadienstag


(Das Käfer-Kissen auf dem Foto ist übrigens von H&M Home (Frühjahrskollektion ... leider...). Käfer sind ja momentan schwer angesagt.)

Montag, 19. September 2016

Voller Ideen zurück! Mein Bericht von der KreativZeit in Bremen


 

 "Bloggen ist weiblich!"

 

Das meinte der Fotograf , der ein paar offizielle Fotos von unserem Bloggertreffen auf der KreativZeit in Bremen am vergangenen Wochenende machte. Da hat er vermutlich Recht. Zumindest wenn man sich all die vielen wunderbaren Kreativblogs anschaut, die es so gibt.

Ich hatte am Wochenende das Glück, ein paar dieser Bloggerinnen persönlich kennenzulernen. Mit dabei bei dem Bloggertreffen auf der KreativZeit in Bremen waren Chantal / Kreatives Allerlei , Britta / Fadenspannung,  Miriam / Handgemacht mit Liebe, Jessica / Bimmelbommelei, Sabine / Ideenecke, Jule und Evi / Crafty Neighbours Club und Amy / Einfallsreich.

Neun Frauen, mit Spaß am kreativen Gestalten, Werkeln und Dekorieren!  

Begrüßt wurden wir von den Mitarbeiterinnen der Messe Bremen, die das Treffen organisiert und sich für uns ein ganz spezielles, abwechslungsreiches Programm ausgedacht haben. Drei verschiedene Workshops und Vorführungen waren für uns vorbereitet worden. Aber es war auch noch genug Zeit dazwischen, um das Gelände der Kreativzeit - immerhin 4000 Quadratmeter mit 100 Ausstellern - auf eigene Faust zu erkunden. 


Der erste Workshop: Frottage mit der Craftschöpferey aus Delmenhorst

 


Schon der Anblick, des Messestandes von Julia Vogel, der Inhaberin der Craftschöpferey in Delmenhorst ließ erahnen, dass wir hier auf eine sehr vielseitige Frau treffen würden. Es waren viele interessante Musterstücke in den verschiedensten Drucktechniken ausgestellt: z. B. Siebdruck, Materialdruck, Linolschnitt, Drucke mit Buchstaben.

Für uns hatte Julia an dem langen Tisch schon das Material bereit gestellt, um uns einen Einblick in die Frottage als Drucktechnik zu geben. Sie erklärte uns kurz, was Frottage ist und wie es funktioniert. Eigentlich kennen wir es alle: Münzen werden unter ein Stück Papier gelegt und mit einem Bleistift werden die erhabenen Konturen "abgerieben".
So erhält man ein Abbild der Münze.

Bei Julia Vogel sollten wir allerdings aus festem Karton selber Motive ausschneiden, die die Vorlage für einen Druck werden sollten. Zusätzlich stellte sie noch fertige Vorlagen zur Verfügung, so dass wirklich jede von uns ihren ganz individuellen Druck anfertigen konnte.

Julia führte uns auch vor, wie das mit dem Druck geht:  Die Vorlage wird mit Papier abgedeckt und dann werden Farbrollen mit verschiedenen Farben und leichtem Druck darüber gerollt.   Diese Methode lässt viel Spielraum zum Experimentieren, je nachdem für welche Farben / Farbkombinationen, Druckstärke, Laufrichtung der Rolle usw. man sich entscheidet.


Julia Vogel beantwortete ruhig und geduldig unsere Fragen und zeigte kleine Tricks und Kniffe. So entstand an ihrem Stand trotz der vielen Menschen um uns herum eine entspannte Kursatmosphäre.

Da gehört schon was dazu!

Ich habe übrigens einen Oktopus gezeichnet und ausgeschnitten. Mit den beiden Drucken bin ich sehr zufrieden. Ich überlege jetzt, ob ich mit dieser Vorlage auch einen Druck auf Stoff machen könnte...




Der zweite Workshop: Herbstliche Floristik mit Blickfang aus Verden



Mich muss man ja nie lange überreden, um etwas mit Pflanzen zu gestalten. Farben, Gerüche und unterschiedliche Beschaffenheit der einzelnen Pflanzen sind ein Fest für die Sinne!

Auch Iris Tellermann, der Inhaberin des Blumengeschäfts Blickfang in Verden merkte man sofort die Begeisterung für ihren Beruf und die Liebe zu Pflanzen an. An ihrem wunderschönen Messestand, der oppulent herbstlich geschmückt war, durften wir uns einen eigenen Kranz zusammenstellen. 



Während Iris uns davon erzählte, wie sie auf Umwegen zur Floristik und ihrem Laden gekommen war, arrangierten wir Hortensien, Heidekraut und rosa Schneebeeren auf unseren Kränzen. Wenn mal eine Sache nicht gleich klappte oder nicht so aussah wie man es sich vorgestellt hatte, half Iris mit praktischen Gestaltungstips und legte selbst mit Hand an. Am Ende konnten jede von uns einen schönen herbstlichen Kranz mit nach Hause nehmen.


Zum Abschied gab Iris uns noch den Tip, den Kranzrohling aus Hopfenranken mehrfach zu verwenden. Wird gemacht, liebe Iris! 

Zum Abschluss: Vorführung bei Mustergültig aus Bremen 



Die letzte Station an diesem Tag ließ mein kleines Upcycler-Herz höher schlagen!
Wir waren zu Gast am Stand von Steffi Neumann von Mustergültig-Design

Jetzt mal ganz ehrlich: bei so einem Text muss man Steffi doch einfach mögen, oder?!


Wir sahen uns all ihre wunderschönen Unikate ausgiebig an: Etageren in allen Größen, Vogeltränken, Deckenleuchten, Wandhaken, Taschen, Schmuck ...  Besonders beeindruckend war die Wand mit vielen, vielen vorgebohrten Tellern, aus denen man sich selbst seine eigene Etagere oder Vogeltränke zusammenstellten konnte. Alles war mit sehr viel Liebe zum Detail arrangiert und dekoriert. 

Ich glaube, Steffi kann selbst Menschen die bislang nichts mit Upcycling am Hut hatten, mit ihrer Herzlichkeit und Begeisterung für die Sache anstecken. Für mich ist ganz klar: solche Frauen braucht das Land!


Sie führte uns an der Standbohrmaschine vor, wie man Löcher in Geschirr bohrt oder Kreise schneidet, um daraus Schmuckstücke zu kreieren. 

Das war beeindruckend - sah aber nicht sooo schwierig aus.  Vielleicht  sollte ich mal über die Anschaffung einer Standbohrmaschine nachdenken?



Kreativität ist weiblich! 

 

Ihr habt es gemerkt, oder?! 
Es waren ausschließlich Frauen, die uns an diesem Tag einen Einblick in ihr kreatives Tun gegeben haben. Auch auf der Messe selber sah man überwiegend Frauen, die sich inspirieren ließen und mit Materialien für neue Projekte versorgten. 

Darum möchte ich den Ausspruch des Fotografen gern erweitern: "Kreativität ist weiblich!"
Auf jeden Fall an diesem schönenTag auf der Kreativzeit in Bremen!

Danke, dass ich dabei sein durfte!
Danke an die Frauen, die zum Gelingen beigetragen haben und an die  Frauen, die ich kennenlernen durfte.

Samstag, 17. September 2016

Die Zeit spielt keine Rolle



In dieser Woche war es an der Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen ...
Wir hatten unseren 9. Hochzeitstag. 

Es war vor 9 Jahren ein wunderschöner, sonniger Tag. Und es war unglaublich heiß!
Ich war damals schon ziemlich schwanger (20. Woche oder so), aber wir wollten unbedingt noch einmal über den großen Teich fliegen.  Irgendwie war uns klar, dass wir in absehbarer Zeit nicht mehr solche großen Reisen unternehmen würden.  

Es mag Menschen geben, die es kitschig und vielleicht auch etwas seltsam finden, in Las Vegas zu heiraten. Aber für uns war es perfekt!  Wir wollten es ganz ruhig und romantisch, nur wir zwei und der kleine Mensch in meinem Bauch. Und es war dann auch gleich die Hochzeitsreise in unser Lieblings-Urlaubsland, mit dem uns so viel verbindet.
Wie gesagt: einfach wunderbar und perfekt für uns ... 

Hachja ...



  
In diesem Jahr bekam ich zu diesem schönen Anlass einen großen Strauß Freilandrosen geschenkt. Er passte so recht in keine meiner Vasen, so dass ich schließlich meine gute Keksdose von Villeroy und Boch nahm, um alle Rosen unterzubringen. Ich wollte gerade diesen Strauß nicht auf mehrere Vasen verteilen.



Zur Dosen-Vase habe ich ein neues, schönes Fundstück aus meiner Sammlung gestellt.  

Ich habe es auf dem Recyclinghof gefunden, als ich gerade etwas in den Container mit dem Schild "Kleiner Elektroschrott" werfen wollte. Da lachten mich die kleinen Messingzahnräder so richtig an! Das ist ja nun definitv kein Elektroschrott. 
Aber es gab da auch dieses Schild "Bitte keine Teile entnehmen!". Wie ärgerlich! Heimlich konnte ich da leider auch nichts machen, weil mein Sohn neben mir stand und mich interessiert beobachtete.  Man möchte ja richtiges Verhalten vorleben, oder?!

Also bin ich zu dem Mitarbeiter des Recyclinghofs gegangen und habe freundlich nachgefragt,  ob ich das hübsche Teil mitnehmen darf.  Mir war leider bewusst, dass er ablehnen könnte und ich dann ohne Uhrwerk nach Hause gehen würde. Ich war richtig aufgeregt.


Aber ich durfte! Ausnahmsweise!!!
Strahlend nahm ich das kaputte Teil aus dem Container und fuhr schnell weiter - bevor er es sich anders überlegt ;-). 

Eigentlich wollte ich es dann zerlegen, um aus den Zahnrädern etwa zu machen. Aber dann fand ich, dass es irgendwie Charme und Ausstrahlung hat.


Und zu meinem Hochzeitsstrauß ergibt es ja auch eine schöne Symbolik, oder?


Meinen Strauß der Woche verlinke ich jetzt schnell noch bei Helga und dem Flower Friday
Danke liebe Helga für`s wöchentliche Organisieren und dafür, dass man sich auch noch das ganze Wochenende bei dir verlinken kann.
 
PS: Wer sich für`s Heiraten in Las Vegas interessiert, dem lege ich diese deutschen Hochzeitsplaner vor Ort ans Herz. Sie haben für uns alles perfekt organisiert. Besser geht`s nicht!

Dienstag, 13. September 2016

DIY: Vintage Dosen mit Anleitung







Irgendwie wird es mal wieder Zeit, dass ich Euch auf meinem Blog etwas Gebasteltes zeige, oder?!   Und außerdem fiel mir auf, dass ich schon sehr, sehr lange keine Anleitung für Euch geschrieben habe. Das wird heute alles nachgeholt!

Im Frühjahr hatte ich die Idee, dass es doch sehr nett wäre, wenn mein Sohn ein kleines Gartenhaus hätte. Damit meine ich jetzt nicht so eine Kleinkind-Plastikhütte, sondern einen richtigen Platz zum Verweilen, zum Lesen, zum Spielen. Dumm nur, dass unser Garten dafür eigentlich viel zu klein ist... Da passt gerade mal das kleine Gartenhaus  für die Geräte rein.

Das Gartenhaus?! Na klar!
Ich habe meine Familie dann mit der frohen Nachricht überrascht, dass das Gartenhaus jetzt leer geräumt wird und dass wir unnütze Sachen entsorgen/verkaufen/verschenken.  Der Rest sollte in die Garage (wie z.B. Vertikutierer - braucht man ja nicht ständig) oder in einen kleinen Geräteschrank aus Holz, den ich an die Seite des Gartenhäuschens schrauben wollte.




Ich war wohl sehr überzeugend in meinem Vortrag, jedenfalls machten alle mit und keiner wagte es, mir diese Idee wieder auszureden.

Und was soll ich sagen?
Es wurde genau so, wie ich es mir erträumt hatte! Es hat einen Schreibtisch, eine Liege mit Kissen, ein Regal für die Bücher ... Ganz viel wurde dort gebastelt und gemalert und geschraubt.

Eine richtige kleine Naturforscherstube ist es nun!



Natürlich mache ich noch mal eine richtige Hausführung für Euch. Heute gibt es erstmal  nur den Schreibtisch zu sehen. Genau genommen. die Aufbewahrungsdosen darauf. Einfache Blechdosen wurden aufgehübscht, so dass sie sich gut ins Ambiente einfügen.

Grundsätzlich ist das natürlich ein alter Bastel-Hut.
Aber hier kommt die Idee mal sehr "Shabby" und "Vintage" daher.  Passt ja gut in den Herbst! Und die Dosen gehen nicht nur als Stiftaufbewahrung sondern auch als Übertopf, Windlicht, mit Glaseinsatz als Vase, Besteckhalter und, und, und....

Da kommen Euch sicher genug Ideen, oder?








Und so habe ich die Dosen gemacht:

Man braucht:
- saubere Blechdosen
- Acrylfarbe in Gold und Braun
- Schwamm zum Auftragen der Farbe
- Kleister zum Aufkleben der Motive (z.B. Paper Patch oder anderen Leim für Serviettentechnik)
- Pinsel zum Auftragen des Klebers
- einen alten Teller zum Mischen der Farbe
Die Dosen werden zunächst komplett mit der goldenen Farbe versehen. Das macht man idealerweise mit einem Schwamm (ich habe mir `ne Ecke vom Haushaltsschwamm abgeschnitten ...). Der Farbauftrag erhält so Struktur und sieht nicht so gleichmäßig und perfekt aus.  Eine satte Schicht ist zunächst ausreichend.

Während die Farbe gut trocknet, sucht man sich passende Motive zur Dekoration heraus.
Diese findet man in ausrangierten Büchern vom Flohmarkt, ausgelesenen Zeitschriften - ach, einfach überall. Man könnte auch eigene Fotos kopieren.

Diese Motive werden nicht ausgeschnitten, sondern ausgerissen. Das macht die Übergänge später etwas weicher. Es stört nicht, wenn der gerissene Rand etwas unregelmäßig ist. Es soll ja gerade so richtig schön shabby werden.
Die Motive werden großzügig mit dem Leim bestrichen und auf die Dose geklebt. Dabei kann man mit dem Pinsel das Papier gut festdrücken und evtl. in den unebenen Untergrund richtig einarbeiten.


Jetzt kommt das Finish!
Auf einem Teller verteilt man etwas braune und goldene Acrylfarbe. Mit dem Schwamm nimmt man die Farbe auf. Damit der Effekt interessant aussieht, sollte man die Farben nicht vorher miteinander mischen. Sie  werden sich durch das Auftupfen mit dem Schwamm von ganz alleine vermischen - und zwar schön unregelmäßig.

Man tupft jetzt so lange auf der Dose, bis die Übergänge  an den gerissenen Kante des Motivs verschwunden sind. Auch in das Motiv hinein kann man tupfen. Je nachdem, ob man mit dem Schwamm mehr goldene oder braune Farbe aufnimmt, werden die Abdrücke mal metallischer oder eben mehr "schmutzig". 

Man kann auch die Intensität des Farbauftrags mit dem Schwamm gut variieren und z.B. mal nur ganz sachte einen Hauch Farbe abgeben (z.B. mitten auf das Motiv). 



Es soll ja am Ende aussehen, wie eine richtig alte, verwitterte Dose. Also ungefähr so:








Hört sich alles einfach an - und das ist es auch! Einfach mal ausprobieren!


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Zum Abschluss möchte ich Euch noch mitteilen, wer sich über die Gewinne meiner Bloggeburtagsverlosung freuen darf. Die Glücksfee hat alle lieben Kommentare ausgedruckt, zerschnitten und in die Glückstrommel geworfen.

Und  - Tadaaa! - das große Patchworkkiseen geht an Mareike, über das kleine Kissen darf sich Funkemariechen Svenja (ohne Blog)  freuen. Die Girlande wird demnächst bei Eva    gute Laune verbreiten und die Nadelkissen reisen zu  Gabi (das mit dem Hasen) und Astrid (das mit dem Schäfer).

Die Gewinnerin der Verlosung der Eintrittskarten für die KreativZeit in Bremen ist Juline.

Ich werde mich heute Abend mit den Gewinnerinnen noch wegen der Anschrift in Verbindung setzten, falls ich keine auf dem Blog finden kann.

Es war mir eine unglaubliche Freude, so viele liebe, schöne, tolle Kommentare von Euch zu lesen. Danke für jeden einzelnen! Es macht mich sehr, sehr froh, dass Euch gefällt, was Ihr  bei mir sehen und lesen könnt. Ich hoffe, wir verleben hier noch ganz viele schöne gemeinsame Jahre im Bloggerland.



(Dieser Beitrag ist verlinkt mit dem Creadienstag, den Dienstagsdingen, und HOT.)