Freitag, 18. November 2016

DIY gegen den Novemberblues: Gewachste Papiersterne





Schon vor einigen Wochen hatte Dorthe von lalala Patchwork mich eingeladen, bei Ihrer Blogparade DIY gegen Novemberblues mitzumachen. Es war noch Sommer, die Sonne schien und die Bäume waren grün. Und die Gedanken an einen November mit all seinen ungemütlichen Seiten waren noch sehr, sehr fern.

Und nun ist er da. Und man könnt wirklich drauf verzichten, oder?! Grau, kalt, ungemütlich. Wenn man nicht unbedingt hinaus muss, bleibt man lieber drinnen im Warmen. 
Aber die Stubenhockerei hat auch Ihre guten Seiten, denn der Advent ist nicht mehr weit! Und dafür gibt es das eine oder andere vorzubereiten!

Für meinen kleinen Beitrag zum DIY gegen Novemberblues habe ich mir deshalb etwas ausgesucht, das zur Adventsvorbereitung passt und das eigentlich jeder kennt: Papiersterne schneiden.


Ich schneide eigentlich in jedem Jahr welche aus. Man kann sie so vielfältig verwenden! 

Ob mit Tesafim am Fenster oder mit einem zarten Band an ein paar Zweigen befestigt - sie sehen eigentlich immer schön aus. Geschenkanhänger, Wanddekoration, mehrere zu einer Girlande oder Tischdeko. Alles geht!

In diesem Jahr habe ich mir Sterne aus alten Buchseiten gebastelt.     
Und das Besondere daran ist, dass ich sie mit Wachs überzogen habe. Das gibt Ihnen einen ganz besonderen pergamentartigen Look und eine angenehme Haptik. Sie sind auch wesentlich robuster dadurch.  Das Papier wird transparent und die Buchstaben der Rückseite schimmern durch.



Meiner Schwester hatte ich vor Jahren mal einen ganzen Schwung davon gebastelt. Daher weiß ich, dass man sie tatsächlich einige Jahre immer wieder verwenden kann.




Und so geht es:

Aus dem vorhandenen Papier - bei mir also alte Buchseiten werden Quadrate zugeschnitten. Diese in der Mitte falten, noch mal in der Mitte dann noch ein drittes Mal in der Mitte falten. Es gibt durchaus noch andere Methoden, um den Rohling zu falten, aber dies ist die einfachste. Und ich mag einfache Sachen ;-)!


Ich hatte mir gleich einen ganzen Schwung vorbereitet und habe es mir damit auf dem Sofa bequem gemacht. Mit einer spitzen Schere habe ich dann einfach nach Gefühl ausgeschnitten. Das kann man sogar beim Fernsehen machen. Es ist auch nicht schlimm, wenn bei diesem improvisierten Basteln ein Stern mal nicht so toll wird. Man braucht ja nur die verwenden, die einem gefallen. 


Und eines steht fest: auf diese Art und Weise bekommt Ihr Sterne, die wirklich Unikate sind. Keiner gleicht dem anderen. 



 (Ihr könnt Euch natürlich auch Schnittmuster aus dem Internet suchen und die Sterne mit einem Bleisitft vorzeichnen. Aber ich rate Euch, es ruhig einfach mal ohne auszuprobieren.)

Die Sterne werden aufgefaltet und dann gebügelt. Probiert ruhig an einem Teststück aus, wie warm Euer Bügeleisen werden darf, ohne dass das Papier Schaden nimmt. Bei diesem festeren Papier aus dem alten Buch konnte ich tatsächlich auf Stufe 3 bügeln. Je wärmer das Bügeleisen, um so glätter wird der Stern. (Ich lege die frisch gebügelten Sterne übrigens in ein Buch so lange sie noch warm sind. Dann bleiben sie schön glatt.)



Und jetzt kommt der Teil, der die Sterne zu etwas ganz Besonderem macht! Sie werden gewachst.

Ich habe dazu ein paar alte Kerzen in einem Topf geschmolzen. Die Sterne werden einzeln komplett eingetaucht, so dass sie gut mit flüssigem Wachs durchtränkt sind. 



Mit einem Holzstab habe ich sie aus der heißen Flüssigkeit geangelt und zunächst über dem Topf abtropfen lassen. Als die Wachsschicht trocken war - aber noch leicht warm - habe sie wieder in ein Buch zum Trocknen und Pressen gelegt.


Fertig!

Ihr könnt jetzt entscheiden, wofür Ihr Eure Sterne verwenden wollt. Meine haben erstmal ein kleines Band zum Aufhängen bekommen. Mal schaun, wo ich sie dann dekorieren werde.

Bei Dorthe gab es in diesem Monat schon einige andere Beiträge. Schaut doch mal bei Ihr vorbei! Eine Zusammenfassung der ersten Beiträge der ersten Woche gibt es hier und der zweiten Woche hier.